Schwein mit Kraft

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 30.05.2017, 21:47

Schwein mit Kraft

Lang schon übe ich mich darin, das Schwein mit Kraft zu verachten.

Das hält es im Hintergrund, ja, hat es ein, zweimal sogar verborgen,
was jemanden dazu gebracht hat, von Zartheit zu sprechen.

Doch diese Zartheit ist Teufelswerk.

Und das Schwein im Vergleich so viel liebenswerter.

Es liebt nur keiner.
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

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Zefira
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Beitragvon Zefira » 30.05.2017, 21:56

Warum sollte das Schwein mit Kraft verachtet werden? Weil es ein Schwein ist oder aus einem anderen Grund, der nicht im Text steht?


(Bei "Schwein mit Kraft" kommt mir sofort eine bestimmte Person in den Sinn ...)
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 31.05.2017, 08:06

Ich verstehe, ehrlich gesagt, überhaupt nichts. Hab das Gefühl, zu "einfach gestrickt" zu sein ...

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birke
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Beitragvon birke » 31.05.2017, 10:16

ich denke hier an eine art „inneren schweinehund“, oder aber auch nur an ein inneres "schwein" (eine kraft, die dem ich innewohnt, die aber nicht immer gern gesehen ist von anderen, weil sie vielleicht nicht so gefällig ist? und dem ich deshalb auch schwer fällt, sie anzunehmen - andererseits ist das ich ohne diese kraft, also, wenn es sie verbirgt, eben nicht "echt") – so gelesen hat das gedicht (oder der text, aber irgendwie ist es für mich ein gedicht!) für mich sinn und tiefe!
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Beitragvon Zefira » 31.05.2017, 10:29

Was mir gerade noch einfällt: wenn der Titel nicht "Schwein mit Kraft" wäre, es also um ein Schwein geht, das Kraft hat, dann könnte man die erste Zeile auch lesen: ".... habe mich bemüht, mit Kraft das Schwein zu verachten", also im Sinn von "das Schwein nach Kräften zu verachten".
Ist dieser mögliche Doppelsinn beabsichtigt?
An den inneren Schweinehund habe ich nicht gedacht - vielleicht weil für mich persönlich der innere Schweinehund eher einen Mangel an Kraft (zum Widerstand) bedeutet: dem inneren Schweinehund gebe ich nach, wenn ich lieber mein Buch weiterlese statt zu putzen, oder wenn ich an einem Abend eine ganze Tüte Chips vernichte. :hae:
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Beitragvon Pjotr » 31.05.2017, 11:03

Jemand tut mit Kraft verachten.

Ich habe das von Anfang an so gelesen. (Weil ich Titel nie lese, oder augenblicklich vergesse.)

Die Verachtenskraft finde ich auch interessanter und origineller als die Schweineskraft.

An den Schweinehund habe ich auch nicht gedacht, weil der ist ja ein Schweinehund und kein Hundeschwein.

In dem beschriebenen "Schwein" sehe ich eine beschumpfene Person, wenn nicht sogar eine beschimpfte.

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Beitragvon birke » 31.05.2017, 11:21

Zefira hat geschrieben:Was mir gerade noch einfällt: wenn der Titel nicht "Schwein mit Kraft" wäre, es also um ein Schwein geht, das Kraft hat, dann könnte man die erste Zeile auch lesen: ".... habe mich bemüht, mit Kraft das Schwein zu verachten", also im Sinn von "das Schwein nach Kräften zu verachten"

ja, diese doppeldeutigkeit ist sehr gut! lese ich durchaus auch hier heraus.
ansonsten eher das schwein (als krafttier??), ja. weniger der schweinehund, der kam mir nur wegen des "inneren" in den sinn, um das es hier mmn geht...
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Beitragvon Zefira » 31.05.2017, 11:52

In dem beschriebenen "Schwein" sehe ich eine beschumpfene Person, wenn nicht sogar eine beschimpfte.


... bei Dickens las ich mal das schöne Wort "ausschimpfiert".
Das hatte aber nichts mit Ausschimpfen zu tun, sondern meinte, wenn ich mich richtig erinnere, eine Verleumdung.
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Niko
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Beitragvon Niko » 31.05.2017, 12:08

Man kann es gut als das persönlichste gedicht lesen, das du, Lisa, vielleicht je geschrieben hast....Es ist auch ein fast politisches gedicht oder etwas noch anderes....
Und das ist es für mich, was es ausmacht: ein gedicht, das mir die Wahl lässt, das für mich passende darin zu finden. Ich finde, das schenkt einem Text einen Hauch von Unsterblichkeit.
Das "Schwein mit Kraft" finde ich gelungen, weil du mit der Formulierung spielst. Im Titel gibst du dem "Schwein mit Kraft" keinen Nebenschauplatz. Es bleibt quasi eine unerschütterliche Aussage. Wenig später jedoch stellt der Leser diese Unersxhütterlichkeit in Frage, weil du die Aussage veränderst. "mit Kraft verachten" Bringt einen völlig neuen Impuls in den Text. Und dann diese Verwechslung von "im Hintergrund halten" mit Zartheit...Das hat so, wie du es schreibst fast schon etwas beunruhigendes. Dieser Schein der vermeintlichen Zartheit gegen das eigentliche schwein... Das Schwein ist ein hochintelligentes und sehr soziales Tier. Aber als das wird es selten gesehen. Und das überträgt du gekonnt auf den Text.

Gefällt mir sehr. Vor allem diese Stelle:
"Doch diese Zartheit ist Teufelswerk"

Und dieses doch erschütternde "Es liebt nur keiner" am Schluss. Im Nachsatz. Fast schon resignierend wirkt es und wie in sich selbst hineingesprochen......

Für mich mit das beste, was ich von dir las, Lisa. Es ist für mich sehr ehrlich und offen. Er berührt mich sehr.

Herzlichst - Niko
PS: Scheiß auf Genres, aber für mich ist es lyrik.
.Ein Gedicht auf dem Hintergrund der Biographie des Autors zu interpretieren ist so, als würde man einem schwimmenden Schiff das Wasser nehmen. (NJK)


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Lisa
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Beitragvon Lisa » 03.06.2017, 19:06

Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Der Text ist vermutlich einigen unverständlich, weil er sprachlich wieder so subjektiv ausgeschüttet ist, dass er wie Geheim- oder sagen wir Glitzerkrüppelsprache funktioniert, mir fällt immer erst hinterher auf, was ich alles nicht gesagt habe, weil mir gar nicht aufgefallen ist, dass ich es nicht sage.

Birke und Niko haben ziemlich gut umkreist, was ich mit dem Schwein mit Kraft beschreiben wollte. Ich wollte nicht auf Schweinehund oder Ähnliches hinaus, sondern hatte eher das vor Augen, was man mit einem Menschen verbindet, den man Schwein nennt und was zugleich so ein Schwein ausmacht.

Für mich erfasst das Wort "Schwein mit Kraft" das in mir, was von anderen als unpassend und unzureichend empfunden wird und was ich deshalb versuche zu ändern, aber nicht ändern kann, also verstecke ich es und die erfolgsversprechende Art etwas zu verstecken, was man nicht ändern kann, ist, etwas selbst abzulehnen, und damit dann hat man (traurigerweise) die Möglichkeit (den Zwang), sich tatsächlich zu verändern, aber eben, auch wenn es auf gewünschte Weise wirken mag, nicht zum Guten. Denn das, was besser ankommt, ist eben nichts mit Kraft, vielleicht höchstens etwas mit Macht oder Kunst, es ist einfach soviel weniger liebenswert, aber wird soviel mehr geliebt. Ich habe das früh gewusst, aber spät verstanden.

Das ist jetzt schon wieder sehr verwurschtelt...

Sagen wir so: Menschen möchten liebenswert sein, aber das, was als liebenswert gilt, das ist nicht liebenswert, weshalb sie sich dann so geben, dass sie gesagt bekommen, sie seien liebenswert, obwohl sie es gerade nicht sind. Das ist meiner Meinung nach das Spiel.

Die Schweineseite von mir kann dieses Spiel nicht spielen, sie ist, auch abzüglich Rührseligkeit, näher am Versuch, liebenswert zu sein. Das Ganze hat dann natürlich auch etwas Lächerliches, was die Phrase "Schwein mit Kraft" doch auch irgendwie in sich birgt. Aber es ist schon eine echte Kraft.

Ist es liebenswert, wenn man sich durch die Haare streichen kann?* Es gibt natürliche Anmut, ja, aber fast alles an ihr ist Märchen oder Teil eines elend großen Betrugs, der ganze Völker durchdringt. Und selbst das, was echt ist, wird bis zum äußersten Rand missbraucht. Ich kann das nicht auseinanderhalten - und mich vor allem nicht dagegen wehren, Teil davon sein zu wollen - aber eben manchmal kann ich es doch auseinanderhalten, dann, wenn ich spüre, dass dieses "Schwein von Lisa" genau an dem näher dran ist, was die entsprechende Geste verfehlt. Und deshalb spreche ich vom Schwein mit Kraft. Ich rechne ihm hoch an, dass es zu bestimmten Dingen nie in der Lage war und sein wird, es ist unveränderlich, weshalb ich mich gräme, aber auch erleichtert bin, denn wenn alles, was ich wollte, wahr würde, dann wäre das nicht gut, soviel weiß ich.

*ich habe extra so ein banales Beispiel genommen, weil man ihm so leicht widersprechen kann, natürlich geht es um heftigere Dinge, aber eben selbst bei dieser Geste gebe ich mir recht

Niko, ich hab mir sehr über deine Wort gefreut, nicht, weil du so voll des Lobes bist, sondern weil ich das, was ich sagen wollte, in deinen Worten wiederfinde, das hat mich berührt und mir Freude bereitet, auch dass es persönlich und irgendwie politisch ist, liest sich vielleicht komisch, aber meinem Gefühl kommt es nah. Ich wollte das Ganze eigentlich auch in Lyrik einstellen, aber da kam es mir auch nicht richtig vor, denk dir also die Mitte ;):

Soweit erstmal,
liebe Grüße
Lisa
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Beitragvon Niko » 04.06.2017, 01:00

danke, Lisa.....ich sag ja......scheiß auf genres (das ist etwas, was ich in letzter zeit dazugelernt habe!
.Ein Gedicht auf dem Hintergrund der Biographie des Autors zu interpretieren ist so, als würde man einem schwimmenden Schiff das Wasser nehmen. (NJK)


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Beitragvon Ylvi » 06.06.2017, 08:59

Hallo Lisa,

der Text zeigt für mich gelungen, was du auch später ausführst. Er folgt einer inneren Logik, die ich (wie oft bei deinen Texten) nur erstaunt zur Kenntnis nehmen kann. Als würden dort Naturgesetze herrschen, die selbst (in die Geschichte) geschrieben sind, die aber ihre Wirkung deshalb nicht weniger entfalten.
Ich habe das früh gewusst, aber spät verstanden.
Da bleibt wenig Raum für Zweifel. Und das macht den Text dann sicher stark, dass er so da stehen kann, ohne weiter ausgeführt zu werden, das, was du Glitzerkrüppelsprache nennst.

Liebe Grüße
Ylvi
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Peter
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Beitragvon Peter » 06.06.2017, 23:29

Liebe Lisa,

ich freue mich, dass du mal wieder etwas zu lesen gibst.

Der Text hat mich anfangs etwas irritiert, aber durch deine Erklärung finde ich ihn geradezu einleuchtend. Ich denke, dass er einen sehr natürlichen Zustand beschreibt, nämlich den der Ich-Bezogenheit, den der Kindheit, wo das Ich noch nicht Person, Selbst oder Habitus ist, sondern eine Art Zusammenballung der Bedürfnisse, die an sich eigentlich formlos ist, aber doch von großer Kraft.

Ich weiß zum Beispiel, dass ich in meiner Kindheit oder eigentlich Jugend ein ziemliches A***loch war, wie man so sagt, ich bekam es auch oft vorgehalten, und objektiv betrachtet war ich es ganz bestimmt, aber wenn man mir das Wort vorhielt, hatte ich für mich selbst keine Beispiele dafür und sah mich auch selten im Unrecht. Natürlich überkam mich später das gesellschaftliche Leben, ich wurde gewissermaßen "ziviler", aber ich werde es wohl nie ganz begreifen, wie dieser ursächlich kraftvolle Zustand derart Anstoß erregen konnte.

Ich denke, wir Menschen begehen einen Bruch mit der Gesellschaft, indem wir die Gesellschaft annehmen, in die wir uns überhaupt nur aus Schwäche fügen. Deswegen würde ich auch den politischen Aspekt sehen.

Liebe Grüße,
Peter

jondoy
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Beitragvon jondoy » 10.06.2017, 00:58

Hallo Lisa,

beim ersten Lesen stach mir ins Auge, dass er unter Prosa steht. So knapp. Das fand ich gut.

Der Schreibstil ist mir nicht fremd. Bei mir ist es in dieser Zeilensetzung Nachdenkprosa.

Architektonisch eckt das Das im zweiten Satz beim ersten Überfliegen mit der Grammatik des ersten Satzes an, taucht mitten im Sprachfluß auf, wie ein Stein.
Erst durch Rekapitulieren hab ich die Bedeutung dieses Wortes rausgefunden. Die erste Zeile muss sehr wichtig sein. Klingt wie die Essenz eines längeren Prozesses der Selbstbeobachtung.

Abgesehen davon hab ich den Text beim ersten Lesen problemlos zu interpretieren vermocht.
Nicht unbedingt in der später von der Verfasserin skizzierten Weise.
Mir selbst ist der Text erstaunlich wenig verschlossen vorgekommen.
Der Text schilderte für mich fast etwas normales, nicht im Sinne von Alltägliches, im Sinne von ....das kennt doch jeder, dieser Konflikt trägt doch jeder in sich aus.

Die beiden letzten Zeilen des Textes hätte ich anfangs nicht so stehen lassen können.
Die hätten in mir zwei spontane Gegenfragen hervorgerufen.
Hat das Schwein nicht die Kraft sich zu zeigen?
Traut es andern nichts zu? Im Sinne von.. Traut es denn andern nicht zu, es auszuhalten?
Das ist ja eigentlich todtraurig. So im Ergebnis.

Je mehr ich darüber nachdenke,
die letzten beiden Sätze sind wirklich schwer zu verstehen.
Sie sind eigentlich ein Widerspruch in sich.
Das zu ergründen, dass kann eigentlich nur der wissen, der es beschreibt.

Was ich mich mittlerweile erstaunt, ist, wie mehrschichtig der Text interpretierbar ist. Dass er auf mehrere Weisen lesbar ist und trotzdem passt.

Peter hat den gesellschaftlichen Aspekt angesprochen. Politisch ist so ein abstraktes Wort. Mindestens ebenso nah ist mir der „persönliche“ Aspekt des Textes.

Ein Mensch, der dir sehr nahe steht, hängt urplötzlich Ideologien an. Er will, dass du ihn verstehst, es widerstrebt dir in allem, du kannst nicht über deinen Schatten springen.
Irgendwie davon erzählt der Text auch.

Die Kraft des Schweins ist dann an einem unauflösbaren Punkt angelangt. Es muss sich dann mit Dingen beschäftigen, die es muss. Es ist ja nicht so, dass das andere das eine ausradiert.

Der Text liest sich für mich auch gut aus einer anderen Perspektive.
Aus der Perspektive einer Außenseiterposition.
Mit letzteren mein ich eine Entwicklung, die einen prägt, eine Erfahrung, die sich über einen längeren Zeitraum abgespielt hat . Keine Gegenposition.
Die kennt auch so innere Kämpfe, wie sie der Text beschreibt, die man innen drin in sich auszufechten hat. Wie weit kann man (lassen schon überhaupt nicht) sich verbiegen.

Eine letzte Anmerkung noch. Einzelne der im Text verwendeten Wörter und Metaphern wirken auf mich fast fremd.

Teufelwerk.....Monsieur Luciferre Teufél fühlt sich geehrt, dass er es nach in die Bibel nun auch in einen Text von Lisa geschafft hat, merkt aber an, dass er eher arbeits- als lichtscheu ist und für das Werk, das ihm in dem Text angedichtet wird, nur metapherhaft ursächlich ist...

namaste, jondoy


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