gedanken|sprünge - birkenblog

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birke
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Beitragvon birke » 11.07.2012, 18:31

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tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

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Beitragvon birke » 19.06.2016, 22:35

ramazzotti in der nacht und du. wie du das wort trinkst. ich falte den mond, die sterne tanzen tango. bald der tiefe schlaf. und trotz der ferne deine hand in meiner.
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Beitragvon birke » 03.07.2016, 22:30

in der ferne gewitter. wetterleuchten. um mich herum fledermäuse. glühwürmchen. die mücken laben sich an mir. ob sie den wein schmecken, den ich auf dich trinke? deine stimme gestern, so nah wie nie. wie du mir von deinem leben erzählst. in dem ich mitschwinge als grundton und manchmal als septime. obwohl ich gar nicht da bin. und doch. komm, wir rauchen unsere namen in die nacht. und lächeln uns heimlich zu.
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Beitragvon birke » 26.09.2016, 09:49

.

für m.

heute schick ich dir den rotmilan
mit einer kornblume im schnabel
worte aus alabaster
federgedanken
an dich


.
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Beitragvon birke » 22.12.2016, 17:10

.

/berlin, 19.12.2016/

wie kann ein gedicht
trösten in dieser kälte
wo statt liebe
hass –
unermüdlich dagegen halten
mit verstand
und herz
zusammenrücken
wenigstens
............im gedicht


.
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Beitragvon birke » 04.02.2017, 23:54

krebs
ist nicht nur
ein sternzeichen
nachts gehst du
zum spielplatz
schaukelst, vielleicht
um der unendlichkeit
ein stück näher
zu sein





(zum weltkrebstag, 04.02.2017)
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Beitragvon Mucki » 05.02.2017, 13:03

Hallo Diana,

faszinierend, wie das harmlose Wort 'schaukelst' hier - jedenfalls auf mich - so beunruhigend/beklemmend wirkt. Durch dieses Wort lese ich quasi automatisch die Zeilen danach als:
vielleicht
um der endlichkeit
zu entfliehen


Liebe Grüße
Mucki

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Beitragvon birke » 08.02.2017, 15:05

danke, mucki! ja, genau so...
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Beitragvon birke » 08.04.2017, 10:47

.

kleine poesie zum weltgeschehen

am himmel
der wildgänseschwarm
und unten
setzen menschen
werte
worte
in den sand

.
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Beitragvon Mucki » 08.04.2017, 13:47

Ich mag dieses Kleine, Diana. Es ist so sanft und treffend. Vielleicht ist es gut, dass du es so sanft und nicht hart schreibst.

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Beitragvon birke » 23.04.2017, 16:33

danke dir, mucki! :)





ich stelle fest
ich komme nicht aus
ohne das wort
wort, alles dreht sich
ums wort, selbst
unsere liebe
lebt nicht ohne
wort, ich beleuchte es
von allen seiten, suhle mich
geradezu
im wort
wort

fast, dass es mir fremd
erscheint

.
Zuletzt geändert von birke am 25.04.2017, 11:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon birke » 25.04.2017, 11:18

.

kleine utopie

wie schön wäre es
könnten unsere nachfahren
alle waffen
(für immer unschädlich gemacht, versteht sich)
in museen
bestaunen und sich gruseln
und entsetzt fragen
wie kann es sein,
dass je menschen sie
gegen menschen richten wollten
und gerichtet haben

.
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Beitragvon birke » 30.04.2017, 13:56

.

/für mo/

immer noch geht dein wort
durch mein herz
zieht sich eine saite
still
manchmal das schwingen
einer leisen melodie

.
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Beitragvon birke » 29.05.2017, 15:12


.


sommergefühl, dieser mai! the nearness – wie wir endlich die nähe der entfernung begreifen. wir leben von den fischen und den sternen! das meer, der himmel – alles fügt sich zusammen und eins ist nichts ohne das andere. üppig, die erkenntnis. glück, das wissen. um uns.


.
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jondoy
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Beitragvon jondoy » 15.09.2017, 23:47

...zu den Zeilen wollte ich schon vor Monaten was schreiben...komisch....hab sie im Kopf behalten....zwar kein Wort davon...ihren Schwung, den hab ich im Kopf behalten...Monate später musste ich jetzt nur kurz nach ihnen suchen.....hab sie am Drive identifiziert :cool2: ...the ´nearness of the distance´ wird darin besungen...was ich an sich ja schon ein bischen ambivalent sehe...von den Sternen.... lebt die nasa...und manch sibirischer raketenschrottsammler um bajkanur, die sterne...... älter als das All unserer großväter...und wir, entfernte geschöpfe des glücks, surfen auf der Milchstraße...mit einem Berliner Käpi auf m Kopp..aus der steirischen Gasse mit dem blauen Planeten....um mit unserem Board Sternenstaub zu überspringen..

.....jene zeilen wirken federleicht, inhalieren eine Momentaufnahme...die im Herbst noch mehr...die temporöse Entfernung vom sommergefühl und dessen (gefühlte) nähe, ausdrückt ;-), ihr Schwung hat mir beim ersten Lesen sehr gefallen.


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