tang

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Werner
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Beitragvon Werner » 03.12.2017, 16:37

dann schicke ich dir das meer
vorbei
damit du es auch siehst
es fühlt sich an wie watte
oder ein schmerz
den ich aus der zeit reche
deine blicke fahren die furchen einer muschelschale entlang
trage den wind mit fassung
und lass die schiffe ziehen
grün leuchten die fische in der tiefe



überarbeitete Fassung:

dann schicke ich dir das meer
vorbei
damit du es auch siehst
es fühlt sich an wie watte
oder ein schmerz
den ich aus der zeit reche
deine blicke fahren die furchen einer muschelschale entlang
grün leuchten die fische aus der tiefe
Zuletzt geändert von Werner am 03.12.2017, 20:32, insgesamt 4-mal geändert.

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Niko
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Beitragvon Niko » 03.12.2017, 17:33

:guckguck: Der titel ist mir zu nahe am Text, Werner

Herzlichst - Niko

:guckguck:
.Ein Gedicht auf dem Hintergrund der Biographie des Autors zu interpretieren ist so, als würde man einem schwimmenden Schiff das Wasser nehmen. (NJK)


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Werner
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Beitragvon Werner » 03.12.2017, 17:42

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Niko
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Beitragvon Niko » 03.12.2017, 18:59

Gut Werner,
Danke für die zurechtweisung. Humor ist zwar zugegebenermaßen nicht zwingend Bestandteil der Lyrik, dennoch könnte man bisweilen versuchen, die Dinge und sich selbst nicht übergewichtig zu nehmen.

Aber nun zu deinem text:

dann schicke ich dir das meer
vorbei
damit du es auch siehst
es fühlt sich an wie watte
oder ein schmerz
den ich aus der zeit reche

Der aus der Zeit gerechte Schmerz.... Ein sehr gutes Bild. Es greift. Vielleicht ist das "oder" überflüssig, denn ich denke dabei, dass die folgende schmerz-rechen Metapher so gut ist, dass die Watte vorher wie aufgebauschtes Nichts wirkt. Gelungen hingegen wäre das entfernen des "oder". Es verleiht der Auswahl eine andere Gewichtung. Du schickst das Meer vorbei, "damit du es auch siehst" und dann besteht des Weiteren das Meer aus fühlen. Warum dann nicht:"damit du es auch spürst"?

deine blicke fahren die furchen einer muschelschale entlang
trage den wind mit fassung
und lass die schiffe ziehen
grün leuchten die fische in der tiefe

Hier schleudere ich etwas über den Bezug. Eine Leerzeile wäre dort evtl. behilflich. Deine Blicke.... Und dann ansatzlos:trage den Wind.....

Fehlt das "ich" vor "trage", soll es "du trägst" heißen? Der Bezug wird dann schon klar, aber ich finde es in der Abfolge und Setzung zumindest ungeschickt. Die letzte Zeile sagt mir recht wenig die denkbare Metapher mit Tiefe, Hoffnung und Glaube ist mir zu Rückschlussarm.

So.... Mein Eindruck von deinem Text. Und..... Ja.... Der Titel ist mir zu nahe am Text! Tang ist etwas, was direkt in den Text führt. Natürlich meine ich, dass der Titel seine Berechtigung haben kann. Er könnte auch heißen "Pier 14" oder "Hinter deinem Bild".
Was ich meine: Text und Titel stehen in Diskrepanz. Zumindest sollte ein Titel eines tun:nicht Tunneln. Der Text hat ein gewisses Niveau, das der Titel so nicht verspricht. Ich denke, zumindest das sollte ein Titel tun. In sofern stehe ich zu dem etwas spaßigen Eintrag von vorhin voll und ganz.

Lieber Werner....
Vielleicht würde dir bei intensiver Beschäftigung mit dem Forum aufgehen, dass die "Zeichnungen" smileys sind.
Und noch eins:
Ich lasse mir ungern vorschreiben, wie ich mich zu verhalten habe. Und noch weniger, was ich zu sagen habe und was nicht.
Und geschieht dies noch in diesem deutlich spürbaren unwirschen Polterton, ist dies ausgewogener Kommunikation noch weniger dienlich als humoristische Einträge. Frage dich mal selbst, was ein "von außen Leser" mehr gewichtet..... Eine humorvolle Anmerkung oder einen poltrigen Eintrag.
(ja nifl....ich weiß.... Ich und früher...Man lernt eben dazu, meistens jedenfalls)

Herzlichst - Niko
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Werner
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Beitragvon Werner » 03.12.2017, 20:26

Danke für die Textanalyse und Textkritik, lieber Niko. Ich werde sie wirklich ernsthaft durchdenken (warum also nicht gleich so und erst der Umweg?).

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 03.12.2017, 22:29

Ich finde Nikos erste Bemerkung berechtigt: Ich frage mich auch, warum wird hier die Wernersche Regel gebrochen und der Titelinhalt so nah an den Textinhalt gelehnt?

Im Übrigen halte ich aggressives Ausweichen (Zitat: "Blödmann") für nicht sachdienlich. Humorvoll umschriebene Sachfragen hingegen schon.

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Niko
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Beitragvon Niko » 03.12.2017, 23:02

Wer hier ein revierpinkler ist, lassen wir jetzt mal sachdienlich auf Seite, lieber Werner.
Ich halte es obendrein für einen fragwürdigen Ansatz, Ursachen grundsätzlich beim vermeintlichen Gegner fest zu machen und nicht auch mal bei sich das ein oder andere in Frage zu stellen.
Fragen wie: Wo liegen meine Fehler, die zu einer misstimmung führen können?
Sich für unumstößlich zu halten, wie es den Eindruck erweckt, ist dann vielleicht auch nicht Weisheit letzter Schluss.
Alles Aspekte, lieber Werner, worüber es sich vielleicht lohnen würde, nachzudenken. Übrigens auch darüber, warum wieder etwas anzuheizen ist, was gerade im Begriff war, abzukühlen.

Herzlichst - Niko
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Thomas Milser
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Beitragvon Thomas Milser » 08.12.2017, 01:05

"Pinkelt gefälligst an andere Bäume, wenn ihr euer Revier markieren wollt (Frauen wie gesagt ausgenommen), anstatt unter meinen Text."

Du lieber Gott, ist das peinlich. Und da ich kein Mädchen bin, ist dies mein letzter Kommentar unter einem deiner Texte.
Ist ja eh alles nur Stänkerei. Mannmannmann ...

Gute Reise,
Werner.
Menschheit, Du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu... (Charles Bukowski)


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