Intensive Gesichtsmassagen

Hier ist Raum für Werke, die das Zusammenspiel zwischen Literatur & anderen Künsten betonen, etwa Inspirationsfotos, fiktive Postkarten
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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 23.07.2007, 15:11

Salute,

diese Bilderserie richtet sich gegen Pauschalismus. Nicht gegen Pauschale, sondern gegen Pauschalismus. Ein Ismus ist die Absolutierung einer ursprünglich relativen Sache; wird das fundamentale absolutiert, wird es fundamentalistisch; wird das islamische absolutiert, wird es islamistisch; wird das liberale absolutiert, wird es liberalistisch; wird das rassige absolutiert, wird es rassistisch; es gibt im westlichen Wortschatz wohl tausende von Ismen. Ich behaupte, alle basieren auf einer jeweils relativen Sache. Nun zurück zum Thema: Dem Ismus des pauschalen.

Diese Serie hatte ich bereits letztes Jahr an anderer Stelle begonnen. Sie richtet sich gegen Vorurteile gegenüber vermeintlich geschlechtsabhängigen Gesichtsmerkmalen. Diese Merkmale, so sage ich, sind nicht steif auf Geschlechter hin absolutierbar, sondern sie sind relativ. Sie sind mischbar, und nur im Gesamtkonzert erlauben sie eine geschlechtliche Zuordnung.

(Eine ähnliche Serie startete ich übrigens mit Blick auf unsere vielfältigen Volksstämme, jene Serie sollte zeigen, wie absurd es ist, aus Gesichtsknochen charakterliche Merkmale ablesen zu wollen; einige Physiognomiker etwa behaupten, eine lange Nase stünde für den Wunsch, auf der Bühne zu stehen; oder ein langes Kinn beispielsweise stünde für starken Ehrgeiz. Nun kann man da auf Rennfahrer Michael Schuhmacher zeigen und meinen, die These sei bewiesen. Dann zeige ich aber auf Russenchef Putin, dessen Kinn so kurz ist wie ein Bauchnabel. Solche Merkmale lassen sich nicht absolutieren, und selbst wenn es ginge, so wären nicht Individuen charakterlich diskriminiert, sondern ganze Volksstämme. Wenn zum Beispiel die besagte Langnasenthese stimmen würde, so gäbe es keine nordeuropäischen Schauspieler, Musiker, Tänzer. Denn in der Kälte da oben haben die vorwiegend Stupsnasen.)

Und nun wirklich absolut zurück zum Thema: Geschlechts-Pauschalismus.

Übrigens, so ist etwa eine flache Stirn keineswegs ein Zeichen für Dummheit, denn sonst wären ja nur die europäischen Stämme mit Intelligenz gesegnet. Nicht einmal das, sondern gescheit wären dann nur die europäischen Männer! Solchen Pauschalismus halte ich für Unfug, denn er kann an jeder Ecke der Welt mit Leichtigkeit widerlegt werden.

Die folgenden Massagen erfolgten manuell mit Hilfe diverser Mal- und Zerr-Werkzeuge aus dem Hause Adobe.


Nastrovje

Pjotr


P.S.: Ich hätte gute Lust, jetzt in der Sommerpause, einige Avatars der hier Anwesenden ins andere Geschlecht umzumassieren, Spaßes halber. Wer will, soll Bescheid geben. Erfahrungsgemäß kann das manchmal sehr witzig werden. Die Dichter könnten dann, ähnlich wie bei Orits Schaufensterpupenbilder, dazu ... äh ... dichten.


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Zuletzt geändert von Pjotr am 20.04.2013, 18:37, insgesamt 4-mal geändert.

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Beitragvon Pjotr » 28.07.2007, 00:30

Die beiden symmetrischen Figuren existieren nicht, sie sind nicht Nihil. Du bist jemand anderes, Nihil, Du bist ein lebendiges, weil asymmetrisches, Wesen.

Fürchte Dich nicht.


Na zdrowje

Pjotr

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Beitragvon lagunkel » 30.07.2007, 14:22

Pjotr, wenn du magst, dann darfst du mich auch zum Mann basteln - würde mich wirklich interessieren.
Ich bin sechs Meter groß und alles ist wichtig.

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Beitragvon Pjotr » 30.07.2007, 16:19

Mit Deinem aktuellen Avatar, Rebekka? Wäre gut, wenn das Bild mindestens etwa 500 Pixel hoch ist. Ich könnte übrigens auch eine "temporale Studie" versuchen.

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Beitragvon Lisa » 30.07.2007, 16:27

Lieber Pjotr,

ich hab nicht richtig aufgepasst: diese zweiten Bilder von nihil, sind die nur daraus entstanden, dass seine jeweils verschiedenen Gesichtshälften gespiegelt wurden und zu einem Gesicht gemacht wurden? Oder hast du da auch was geändert? Sind Gesichtshälften so verschieden? Also dass sie es sind, war mir klar, aber wenn das so stark zuträfe, fänd ich das donnerwetter!

Liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

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Beitragvon Pjotr » 30.07.2007, 16:35

Hallo Lisa,

ja, ich habe lediglich gespiegelt. Nichts weiter. Auch Dein Gesicht ist ziemlich asymmetrisch, wie man auf dem hübschen Avatar sehen kann. Das ist normal. Symmetrische Gesichter gibt es nur bei Walt Disney.


Salute

Pjotr

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Beitragvon lagunkel » 30.07.2007, 17:09

Was auch immer, Pjotr *lach*
Kannst du nicht ein Bild von der homepage nehmen?
Ich bin sechs Meter groß und alles ist wichtig.

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Beitragvon Lisa » 30.07.2007, 17:09

Lieber Pjotr,

ich habe das gerade mal in Photoshop ausprobiert, grausame Ergebnisse!! Ich glaube, assymmetrsicher gehts nimmer mehr (hat wohl aber auch mit Haltung zu tun)....das war ein erheiterndes Erlebnis. Mein linkes Auge scheint deutlich weiter entfernt von der Nase als das rechte, sodass ich symmetrisch geschaltet entweder aussehe wie ein Wahrsager-Kind oder wie...noch schlimmer halt ,-). Dass da so starke Unterschiede schlummern hat mich jetzt wirklich überrascht...und wäre auch mal eine heilsame Methode für Psychologen, die mit Photos arbeiten. Mir kam das Original danach gleich wohltuender vor als je zuvor ,-).

Leider bin ich etwas zu feige für die Mann-Frau-Sache, geheim geht das nicht, oder? (ich könnte dir ja eine PN schicken ( :cheeky-smiley-012: hihi)).

Liebe Grüße,
Lisa
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Beitragvon Trixie » 30.07.2007, 17:40

Pjotr, wolltest du mich nicht auch jung-mittel-alt machen?
Das mit der Schiefheit ist ja echt grauslich! Wobei ich es gar nich sooo schlimm finde bei mir. Ich kannte mal jemanden, der sah schon total schief aus, wenn man sein ganzes Gesicht gespiegelt hat!!

Grüßlis
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Beitragvon Nihil » 30.07.2007, 18:31

Liebe Lisa,

ich kann deine Zurückhaltung gut verstehen, aber gerne gesehen hätte ich dich schon, auch was deine Verwandlung anbetrifft .. na, vielleicht traust du dich ja doch noch .. ;-) Zudem finde ich, dass wir diesen Thread womöglich in den Mitgliedsbereich verschieben sollten .. vielleicht fällt es dir dann ja leichter ..

LG

Nihil

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Beitragvon Pjotr » 30.07.2007, 19:28

Hallo Lisa,

ja, fürs Spiegeln muss das Gesicht natürlich frontal zur Kamera stehen. Auf Deinem jetzigen Avatar ist der Kopf leicht zur Schattenseite gedreht. Beim Spiegeln fällt oftmals auch auf, dass Mund oder Nase nicht genau rechtwinklig zum Gesamtschädel ausgerichtet sind. So wird des Öfteren im einen Spiegelbild die Nase oder der Mund kleiner als im anderen Spiegelbild. Versucht man das durch Gesamtdrehung wieder gerade zu richten, verändert sich dadurch wiederum die Stirnpartie usw. -- -- Ne, geheim gült nüch! Warum so scheu, bei Deinem Modelgesicht?



Hallo Trixie,

Dein neuer Avatar ist aber schön ausgeleuchtet. Mit den Glanzpunkten erscheint die Haut sehr glatt und 3-dimensional. Wirklich gutes Licht. Sogar in den Haaren sieht man ein sattes Braun. Ist das schon auf dem Originalbild so? Jedenfalls wäre das Bild ideal für eine temporale Studie, die Frisur ist ziemlich zeitlos, nicht wahr?


Also erstmal zu Lagunkel ...



Ahoi

Pjotr

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Beitragvon Trixie » 30.07.2007, 20:11

Äh, joah, ich glaube schon, dass das auf dem Original auch so ist. Das machen die Strähnchen...In jedem Licht sehen die Haare halt anders aus...außerdem töne ich sie mir auch öfter, sodass die Strähnchen jenachdem heller oder dunkler sind und so...

Bin super gespannt auf lagunkel!!!

Hihi, das ist toll!!!

Trixie

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Beitragvon lagunkel » 30.07.2007, 20:49

Ich bin auch gespannt auf mich! (und etwas nervös deswegen)
Ich bin sechs Meter groß und alles ist wichtig.

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Beitragvon Pjotr » 30.07.2007, 21:33

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Beitragvon lagunkel » 30.07.2007, 22:00

O Pjotr, sei mir nicht böse, aber das sieht ein bisschen aus wie Frankenstein :eek:

Schade, dass ich als Mann so völlig versage *hui*
Ich bin sechs Meter groß und alles ist wichtig.


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