weihnachten

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Anonymus
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Beitragvon Anonymus » 18.12.2013, 09:45

weihnachten

wie oft wollten wir
alles noch einmal
auf null stellen
unsere vorstellung tilgen
wegwischen klären

und den beginn des tages
betrachten
wie ein kind

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Mucki
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Beitragvon Mucki » 18.12.2013, 18:25

Hier hab ich einige "Meckerlis" oder besser gesagt: ich finde hier Widersprüche, jedenfalls nach meiner Lesart, die ja nicht unbedingt stimmen muss. ,-)

Der Titel passt für mich nicht zum Text, es sei denn, er bezöge sich allein auf die letzte Strophe, was wiederum impliziert, dass hier die Vorfreude des Kindes auf den Heiligabend gemeint ist, was, glaube ich, gar nicht der Fall ist. Hier ist viel mehr gemeint, dass ein Kind nicht groß nachdenkt/plant, was es tut, sondern es einfach macht, ganz unbeschwert, halt drauf los, also frei ist von Vorstellungen.

Anonymus hat geschrieben:unsere vorstellung tilgen
wegwischen klären

"tilgen", "wegwischen", "klären", zwei davon scheinen mir redundant.

Inhaltlich vermischt sich hier m.E. zu viel. Der schon tausendfach durchgenudelte Vorsatz, den man sich an Silvester für das neue Jahr vornimmt, greift hier mit hinein.

Ergo mein verwegener Vorschlag der radikalen Kürzung: Titel weg oder einen anderen und nur noch dies hier stehenlassen:

wie oft wollten wir
unsere vorstellung klären

den beginn des tages
betrachten
wie ein kind


Wobei "betrachten" m.E. auch nicht stimmig ist. Ein Kind betrachtet den Beginn eines Tages nicht. Es beginnt den Tag, ohne Betrachtung. "Betrachtung" ist ja auch eine Art von Planung. Hier muss etwas rein, dass diese Unbeschwertheit ausdrückt, dieses "Drauf los".

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Beitragvon Anonymus » 18.12.2013, 18:59

Danke, dann auf ein Neues:




weihnachten

wie oft wollten wir
alles noch einmal
auf null stellen
unsere vorstellung
tilgen

und den tag beginnen
wie ein kind

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Klimperer
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Beitragvon Klimperer » 18.12.2013, 19:03

Doch, so klingt es besser ...

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Beitragvon Mucki » 18.12.2013, 19:21

Ja! Vor allem
Anonymus hat geschrieben:und den tag beginnen
wie ein kind

ist jetzt viel aktiver und stimmig.

Jetzt ist - meiner Meinung nach - nur noch der Titel im Weg, der passt nicht dazu. :mrgreen:

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Beitragvon allerleirauh » 19.12.2013, 21:08

wieso passt der titel nicht? ich finde den nicht sonderlich originell, aber durchaus stimmig.

a.

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Beitragvon Mucki » 19.12.2013, 21:18

allerleirauh hat geschrieben:wieso passt der titel nicht?

Da er meiner Meinung nach nicht zum ersten Teil passt, nur zum zweiten "Kindteil", aber nur, wenn hier die Vorfreude des Kindes auf Heiligabend gemeint ist.
Ich hab's so verstanden, dass die grundsätzliche Art eines Kindes zu handeln, nämlich ohne großes Nachdenken, Planung etc. im Fokus steht.

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Beitragvon allerleirauh » 19.12.2013, 22:13

ja, aber dieser wesenszug eines kindes findet sich ja u.a. (sozusagen als "spezialfall") auch in der vorfreude auf weihnachten wieder.
vielleicht kehrt die sehnsucht danach vor allem in der weihnachtszeit zurück? ich kann die verse durchaus unter dem gewählten titel lesen.


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