Lesen Sie diesen Text nicht

Bereich für Erzähl- und Sachprosa, also etwa Kurzgeschichten, Erzählungen, Romankapitel, Essays, Kritiken, Artikel, Glossen, Kolumnen, Satiren, Phantastisches oder Fabeln
Benutzeravatar
Mnemosyne
Beiträge: 1253
Registriert: 01.08.2006
Geschlecht:

Beitragvon Mnemosyne » 02.08.2006, 15:03

Lesen Sie diesen Text nicht!

Es lohnt sich nicht. In diesem Text, das kann ich, als der Autor, wohl mit einiger Sicherheit sagen, findet sich nichts, aber auch garnichts, was Sie in irgendeiner Weise hilfreich finden könnten. Wirklich nicht. Ich schlage daher vor, daß sie mit dem Lesen umgehend aufhören. Falls Sie dazu zu neugierig sind: der ganze liebe lange Text wird nur versuchen, Sie vom Weiterlesen abzuhalten. Sonst nichts. Kein tieferer Sinn, keine verborgenen gelehrten Anspielungen, nicht einmal treffende Pointen. Dieser Text ist die konzentrierte Sinnlosigkeit, und nicht einmal als solche ist er sonderlich bemerkenswert. Wenn Sie Spaß an selbstbezüglichen Texten haben, dann lesen Sie die wesentlich interessantere „Interpretation dieses Textes“. Was Sie jetzt lesen, ist langweilig und geisttötend. Ehrenwort.
Sind Sie etwa immernoch da? Dann gehören Sie wohl zu den hartgesotteneren. Schlimm, diese Leute, die die Kunst stets nur als Kunst betrachten, anstatt auf ihre Aussage zu achten. Das ist der Geist der Yuppies, welche allen Ernstes Brecht beklatschen. War das eine politische Aussage? Im weitesten Sinne vielleicht. Entschuldigung. Das kommt bestimmt nie wieder vor. Es zeigt aber auch, daß der Text noch nicht einmal seinem eigenen Anspruch auf völlige Belanglosigkeit gerecht wird. Er ist wirklich überhaupt zu garnichts nütze.
Nun hören Sie um Gottes Willen schon auf, zu lesen! Daß ist ja nicht mehr zu ertragen! Jetzt haben Sie schon 22 Zeilen von diesem Stuß intus, und immer noch nicht genug? Ich sage Ihnen: es kommt nichts mehr. Nichts. Nix. Null. Rien. Zero.
Jeder vernünftige Mensch käme meiner Aufforderung nach und stellte das Lesen umgehend ein. Oder habe ich den Geist der Rebellion in ihnen geweckt? Ist es tatsächlich so einfach, Sie dazu zu bewegen, etwas ganz und gar dummes zu tun? Muß man es Ihnen nur verbieten, wie einem kleinen Kind? Wenn ich Ihnen jetzt verbiete, "das Kapital" auswendig zu lernen, tun Sie es dann auch? Aber das wäre noch um einiges ergiebiger, als sich weiterhin mit diesem Unsinn abzugeben.
Ich weiß, daß Sie das Lesen wohl noch immer nicht gelassen haben. Sonst könnten Sie diese meine Worte schwer zur Kenntnis nehmen. So schnell wird man Sie offenbar nicht los. Na gut. Wo Sie schon einmal da sind, sollten Sie sich einmal folgende Frage stellen: läsen Sie mir auch zu, wenn ich Sie ständig dazu auffordern würde, weiterzulesen anstatt aufzuhören? Wahrscheinlich nicht. So ein Text wäre stinklanweilig. Aber was unterscheidet ihn denn bitteschön großartig von diesem hier? Daß der hiesige einen geistreich-paradoxen Bezug zu sich selbst aufweist? Na schön, aber dieser Witz hat sich doch mittlerweile etwas abgenutzt. Immerhin sind Sie jetzt schon bei Zeile 40, ohne daß ein neuer Gedanke hinzugekommen wäre.
Immernoch? Warum? Lesen Sie am Ende unter Zwang? Himmel, wenn ich mir vorstelle, dieser Text würde einst berühmt, dann zwänge man gewiß die Schulkinder, ihn zu lesen. Die ärmsten. Na gut: Kinder, hört auf! Jedem Lehrer, der euch daraus einen Strick dreht, daß ihr – spät, aber doch immerhin überhaupt – die unerquickliche und sinnlose Tätigkeit, diesen Text zu lesen, eingestellt hat, ist meine Intention nicht klar geworden. Es gibt hier nichts zu interpretieren.
Jetzt reicht´s mir aber. Mehr als eine Seite, und noch immer kein Effekt. Was das meinem Selbstbewußtsein als Rhetoriker antut! Hey Sie: Hören Sie endlich mit dem Lesen auf! Sie tun mir damit keinen Gefallen! Ganz im Gegenteil! Wenn ich die Leute noch nicht einmal dazu bringen kann, die Lektüre dekadenten Unsinns, dazu noch meines eigenen, einzustellen, wie könnte ich dann je mit Worten irgendetwas auf der Welt bewegen? Eine politische Karriere kann ich wohl vergessen.
Kuckuck? Aber natürlich sind Sie noch da. Hätte ich mir denken können. Stur bis dorthinaus. Gestatten Sie mir doch noch eine Frage: warum? Allmählich müßte auch dem dümmsten klar geworden sein, daß dieser Text inhaltlich nichts zu bieten hat. Gefällt Ihnen am Ende gar mein Stil? Ganz gleich, ob dieses Bächlein rein oder vergiftet ist, die Hauptsache, er plätschert schön? Oder, wie Pumuckel sagen würde: was sich reimt, ist immer gut? Sind Sie einer von jenen, denen die Form tatsächlich über alles geht? Schreibe ich zu schönes Hochdeutsch, um von Ihnen ignoriert zu werden? Bitte, das läßt sich ändern.
Ey, Alter, was erlaubst du dir? Was liest du mich? Les´ isch dich odä waas? Paar Fresse? Denkste, bist schlauer als wie ich? Isch sach dia: lEs noch EIN Wort, und isch mach disch platt.
Puh. Na gut. Sie haben gewonnen. Das ist selbst mir zu dumm. Außerdem: wenn Sie der falsche Imperativ in der vorvorletzten Zeile noch nicht abgeschreckt hat, kann es wohl am Stil nicht liegen. Davor wären Sie sonst geflohen wie ein Vampir vor Knoblauch. Jede Wette. Aber eigentlich kann der Stil ohnehin nicht der Grund ihres Lesens sein. Warum?
Also, schauen Sie mal: das ist doch alles Quatsch. Paradox. Entweder ich schreibe gut. Dann sollten Sie längst überzeugt sein und aufgehört haben. Oder ich schreibe schlecht. Dann sollten Sie doch meiner schlechten Schreibe schon längst überdrüssig sein und die Lektüre ebenfalls beendet haben. Was zum Teufel hält Sie denn noch hier????
Ruhig Atmen, Augen auf, was sehe ich: mein treuer Leser, unverdrossen gleich am Ende einer zweiten Seite Unsinns angelangt. Falten wir die Hände. Reflektieren wir. Sie lesen also immernoch? Stimmt etwas mit ihrer Kindheit nicht? Haben Sie eine Veranlagung zum intellektuellen Sadomasochismus? Dann empfehle ich die „Publikumsbeschimpfung“. In dieser finden Ihre absonderlichen Neigungen gewißlich mehr Befriedigung. Außerdem zeigt sich dort, daß der Grundgedanke dieses Textes nicht einmal neu ist. Ich kann Ihnen versichern, daß er mir erst kam, nachdem ich von der „Publikumsbeschimpfung“ gehört hatte. Also keine Neuerfindung, mehr ein Plagiat. Sie lesen plagiierte Gehaltlosigkeit. Allmählich könnten Sie das wirklich lassen.
Nein? Wollen wir doch mal sehen. Jetzt will ich es wissen. Wie lange halten Sie das ihrer Ansicht nach wohl durch? Haben Sie überhaupt eine Ahnung, wie lang der Text noch ist? Immerhin ist das jetzt schon die dritte Seite. Also: wie lange tun Sie sich den Quatsch noch an? Eine Seite? Zehn? Hundert? Sicher nicht. Irgendwann kommt der Punkt, an dem es sogar Ihnen reicht, obwohl ich eigentlich keinen Grund mehr habe, das zu glauben. Aber er kommt, und Sie wissen es. Warum also schieben Sie ihn vor sich her? Jetzt wäre ein guter Moment. Machen Sie einen Punkt. Punkt.
.
.
.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
So langsam reißt mir der Geduldsfaden. Was soll ich tun? Sie beschimpfen? Mit grobschlächtigen Flüchen Ihren Intellekt beleidigen? Aber wie ich Sie bisher kenne, fänden Sie auch daran noch Gefallen. Da versuche ich es garnicht erst.
Bitte hören Sie auf! Mir fällt nichts mehr ein! Irgendwann muß dieser Wahnsinn doch ein Ende haben! Der Klügere gibt nach, muß das bei einem Unsinntext und einem Menschen stets der Text sein? Sind Sie derart festgelegt, daß Sie nicht imstande sind, vor dem Text aufzuhören?
Dann verdienen Sie es nicht besser. Mein Latein ist am Ende. Mag der Text zuende und als der Klügere aus diesem Wettkampf hervorgehen. Ich gebe auf. Sie haben gewonnen. Aber Sie haben keinen Grund, erhobenen Hauptes von diesem Text aufzusehen.




ICH SAGTE DOCH: ES IST ZUENDE!! VORHANG!!! KLAPPE!!! AUS!!!! SCHLUSS!!! FINITO!!!! FEIERABEND!!!! JETZT KOMMT NICHTS MEHR! LANGWEILIGE CREDITS!

Oh mein Gott...

Benutzeravatar
Mnemosyne
Beiträge: 1253
Registriert: 01.08.2006
Geschlecht:

Beitragvon Mnemosyne » 04.09.2006, 14:05

Vielen Dank für die Blumen und Grüsse zurück!


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 25 Gäste