Prolog (Lamento einer Kaltmamsell)
Verfasst: 24.01.2010, 17:13
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Als Prolog für etwas Längeres, würde es mich glaube ich eher abschrecken.
kein Grund, unangenehm berührt zu sein, es war nicht in diesem Sinn persönlich auf dich bezogen gemeint. (Wie kommst du darauf? Weil die erste Fassung die Gitarre und das Lied drin hat?) Tut mir Leid, wenn das so ankam. Es war allerdings wirklich eine ganz persönliche Rückmeldung von mir. Und unterstellst, dass der Text ohne das Liedklangliche, ohne die lyrische Suggestion durch die Setzung sozusagen keine Stimme.
Du möchtest ein Lied - aber was hat der Text damit zu tun?
So lässt mich dein Kommentar in Bezug auf den Text ratlos, handelt es sich doch titelerklärtermaßen um eine Kaltmamsell, die da lamentierend (allein!) spricht, und nicht um eine Volkssängerin, die zum Mitsingen (in Gemeinsaschaft!) auffordert ;)
Und ich denke, dass Musik und Stimme einfach da nocheinmal eine andere Ebene aufwirft, die wieder einen ganz anderen Zugang ermöglichen kann, den der Prosatext für mich so nicht schafft, und das obwohl ich darin wirklich gute Gedanken und Bilder entdecken kann.wär doch schon mal mehr als gefühlte 70 Prozent dessen, was man so serviert bekommt an "Literatur", hm?viel mehr bleibt nicht, außer die Freude an gelungen Formulierungen.
Ich glaube, du hast nicht Recht
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An der Form hast du, jedenfalls sprachlich, offenbar weniger auszusetzen als an der grammatischen Sprech-Person: an dem Ich. Die ja zugleich sich gewissermaßen zum Thema macht: Ich spricht über sich und sein Leid. (Mir wäre kein Lamento in der 3. Person Singular oder ersten Person Plural bekannt, aber ich lerne gerne und neugierig dazu!)
Aber wahrscheinlich ist der Text für dein "Literatur"verständnis einfach Schrott, Etikett "Ichbeschau", und du bist einfach zu höflich, mir das direkt zu sagen ;)
Wenn ich in ein Kino gehe, wissend, dass eine Komödie gezeigt wird, werde ich mich nich tüber Lachreize beschweren.
Und ich denke: ja, wenn er mir denn etwas sagen soll (soll er?), ich mich darauf einlassen soll, ich Lust auf mehr bekommen soll, muss er das zulassen und schaffen. Aber das scheint ja bei Nicole und Mucki z.B. auch so zu funktionieren, also liegt es sicher wie auch bei Sam zu einem Großteil an meiner Erwartungshaltung einem Text gegenüber. Vielleicht kannst du ja trotzdem damit etwas anfangen, vielleicht bestätigen dir meine Eindrücke sogar, dass der Text sich für dich in die richtige Richtung entwickelt hat.