Steckengeblieben

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Nifl
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Beitragvon Nifl » 09.01.2021, 16:17

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"Das bin ich. Ich bin Polygonum Polymorphum" (Wolfgang Oehme)

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birke
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Beitragvon birke » 10.01.2021, 10:44

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Klara
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Beitragvon Klara » 11.01.2021, 13:25

Liest sich gut!
Die Fallen-Wendungen zu reflektieren, mag ich.
Kurz vor Schluss war ich raus bzw. nicht mehr angedockt, weiß nicht, ob das an mir oder am Text liegt.
Ab hier: "Ach, jedenfalls bin ich froh um dich."
Da kann ich auch nicht mehr unterscheiden, wer was sagt.
(Wenn ich da zigfach rücklesen muss, rätseln muss, sowas mag ich nicht, dann lieber ein paar schlichte "sagt X", "sagt Y", oder Drehbuch-Schreibe: "Sie: xxx", "Er: yyy"

"Bangkirai" musste ich nachschlagen, äh, -klicken.

Klara

PS Bei der Gelegenheit fände ich die Frage schön, in Abwandlung, "was haben wir/was habe ich richtig gemacht", also jetzt ganz unabhängig vom Text, so im Leben :-) Und im Text: Vielleicht hat da jemand, der Autor oder sein melancholischer, rückwärtsgewandter Protagonist, oder haben beide, eine Menge richtig gemacht, um nicht auf einer, was-immer-das-sein-mag-und-warum-immer-es-so-wichtig-scheint, "Bangkirai" -Terrasse zu enden. Ist ja fraglich, ob er überhaupt noch die alte Flamme liebt, endlich lieben möchte, oder ob er bereut, sie nicht geliebt zu HABEN.

Nifl
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Beitragvon Nifl » 11.01.2021, 19:18

Hej Birke,


hej, nifl, cool mal wieder ein text von dir!

*hihi, Corona, da kommt man schon auf komische Ideen. Gestern habe ich mir versprochen, auf das erste Konzert zu gehen, das nach Corona wieder stattfindet, auch wenn es nur einigermaßen tolerable Musik ist. Aber es nützt ja nichts, durchhalten.
Eigentlich sollte das ein sehr langer Text werden, aber das Langtextgen fehlt mir leider.


wenngleich diese situation/ konstellation für mich ein wenig abwegig erscheint, bisschen masochistisch, mit den beiden offenbar gut befreundet zu bleiben und wohl auch nicht so ganz einfach für die protagonisten

ja, daher bahnt sich beim Ich-Erzähler wohl auch eine Depression an (Müdigkeit). Er ist ja auch ein Schauspieler, der nicht ehrlich ist, weder zu sich, noch zu den anderen. Ist das zu unglaubwürdig? Sollte ich die Glaubhaftigkeit noch etwas unterfüttern?


„hey alte“ – sehr ungewöhnlich, aber scheint ein gag zwischen den beiden zu sein, zeigt schön die noch vorhandene vertrautheit.

ja, ungewöhnlich, schön, dass du die Vertrautheit daraus ableitest.


tanke, klasse, wobei ich dachte, dass dies ein typisch ruhrgebietischer ausdruck sei. bei uns auch jedenfalls durchaus gebräuchlich.

huch, ne, das habe schon in vielen Gegenden gehört, bilde ich mir ein.


„kohle“ kenne ich als synonym für geld, was aber hier nicht so viel sinn ergibt? was ist hier wohl gemeint? gras?
edit - ach - meine güte, es geht um grillkohle?? oder? ;)

*lach ja, hatte tatsächlich in einer früheren Fassung noch dieses Spiel Kohle/Geld als Witzchen drin. Außerdem wollte ich Grillkohle nicht, weil ich immer Angst vor gekünstelten Dialogen habe. Aber verstehen soll man es natürlich auch gleich, ich grübele.


paar vertippser:

... natürlich auch ein Taschentuch parat gehabt, um ihn die Rotznase abzuwischen.

-> ihm

"Du bist doch schon wieder ganz wo anders

-> woanders

oh, wie blind.
Vielen Dank für deine tollen Anmerkungen!

Hi Klara,


Kurz vor Schluss war ich raus bzw. nicht mehr angedockt, weiß nicht, ob das an mir oder am Text liegt.
Ab hier: "Ach, jedenfalls bin ich froh um dich."
Da kann ich auch nicht mehr unterscheiden, wer was sagt.
(Wenn ich da zigfach rücklesen muss, rätseln muss, sowas mag ich nicht, dann lieber ein paar schlichte "sagt X", "sagt Y", oder Drehbuch-Schreibe: "Sie: xxx", "Er: yyy"

guter Hinweis, muss ich klarstellen.


"Bangkirai" musste ich nachschlagen, äh, -klicken.

echt? Okay, dann Bangkirai-Holzterasse. Dass es Bangkirai ist, ist mir schon wichtig, weil das ja Tropenholz mit all seinen Implikationen ist.


PS Bei der Gelegenheit fände ich die Frage schön, in Abwandlung, "was haben wir/was habe ich richtig gemacht", also jetzt ganz unabhängig vom Text, so im Leben :-) Und im Text: Vielleicht hat da jemand, der Autor oder sein melancholischer, rückwärtsgewandter Protagonist, oder haben beide, eine Menge richtig gemacht, um nicht auf einer, was-immer-das-sein-mag-und-warum-immer-es-so-wichtig-scheint, "Bangkirai" -Terrasse zu enden. Ist ja fraglich, ob er überhaupt noch die alte Flamme liebt, endlich lieben möchte, oder ob er bereut, sie nicht geliebt zu HABEN.
Ja! Was mich aber noch mehr reizt, ist, einen Protagonisten zu entlarven, der aus dem Brustton der Überzeugung trötet, er hätte alles alles richtig gemacht im Leben, und wenn es falsch war, war es trotzdem richtig. Und natürlich würde er es immer wieder so machen.

Danke Klara, hat mir viel gebracht dein Kommentar.
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Klara
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Beitragvon Klara » 12.01.2021, 09:18

Was mich aber noch mehr reizt, ist, einen Protagonisten zu entlarven, der aus dem Brustton der Überzeugung trötet, er hätte alles alles richtig gemacht im Leben, und wenn es falsch war, war es trotzdem richtig. Und natürlich würde er es immer wieder so machen.

Bof, da kannst du beim scheidenden US-Präsidenten anfangen und beim xten Mann nicht aufhören (ich denke tatsächlich, dass diese unerschütterliche Selbstüberzeugung bzw. die Weigerung, mit sich ins Reine zu gehen, wohl eher Männern eignet als Frauen). Andererseits: Gibt es solche Zweifellosen im wirklichen Leben wirklich? Ich kenne zum Glück keinen :-)

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birke
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Beitragvon birke » 12.01.2021, 10:25

Nifl hat geschrieben: Gestern habe ich mir versprochen, auf das erste Konzert zu gehen, das nach Corona wieder stattfindet, auch wenn es nur einigermaßen tolerable Musik ist. Aber es nützt ja nichts, durchhalten.

das ist ein brillanter vorsatz, dem ich mich glatt so anschließe, habe eh noch ein paar konzertkarten in der pipeline, u. a. stephan sulke. bin gespannt, wann die stattfinden können, geplant ist das genannte für märz, glaube aber irgendwie nicht, dass sowas dann schon möglich sein wird. aber abwarten.

ich hatte übrigens keine probleme, die aussagen hier im text zuzuordnen.

und was die "kohle" angeht, die erschließt sich (mir) frühestens, als der grill erwähnt wird. vielleicht schon vorher kurz erwähnen? dann wäre es gar kein problem, die kohle zuzuordnen. oder sonst vielleicht auch holzkohle - das sagt man doch so auch im alltag, oder?
bangkirai ist mir bekannt, weiß aber nicht, wie geläufig das sonst so ist...

klara, diese "zweifellosen", ich glaube auch nicht, dass es die gibt, höchstens vereinzelt, allerdings auch unter frauen. ich denke, das ist zumeist fassade. und das kann vielerlei gründe haben ...

lg
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Nifl
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Beitragvon Nifl » 13.01.2021, 15:56

Ich habe eure Anmerkungen eingearbeitet.

Andererseits: Gibt es solche Zweifellosen im wirklichen Leben wirklich? Ich kenne zum Glück keinen :-)

whow, ich kenne kaum einen, der das nicht behauptet.

das ist ein brillanter vorsatz, dem ich mich glatt so anschließe, habe eh noch ein paar konzertkarten in der pipeline, u. a. stephan sulke. bin gespannt, wann die stattfinden können, geplant ist das genannte für märz, glaube aber irgendwie nicht, dass sowas dann schon möglich sein wird. aber abwarten.

hier haben sie ein Konzert vom März 20 auf 22 verschoben.

Viele Grüße
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