gedanken|sprünge - birkenblog

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birke
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Beitragvon birke » 11.07.2012, 18:31

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tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

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Beitragvon birke » 16.04.2020, 17:15

licht säumt diese tage der seltsamen stille räumen mich auf wie ein herunterfahren des systems im großen wie im kleinen durchatmen sanft und entschlossen dem leben die stirn bieten
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Beitragvon birke » 28.04.2020, 17:00

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halbsommertage

abwägen wogen uns wiegen im tanzschritt in armen halten denken sprudeln ausschwärmen schwärmen bis in die nacht vogelnester zählen und gespaltene sterne

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Beitragvon birke » 30.04.2020, 10:57

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an mo

grüne worte
nicht gesprochen
gedacht
für dich

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Beitragvon birke » 05.05.2020, 12:13

rund oder eckig seien gedanken, mal land, mal meer, inseln bei tag und nacht, worte, die sich herausschälen, sonnensterne, die nackt am himmel stehen, dass du sie liest
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Beitragvon birke » 02.06.2020, 11:58

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wie die frösche quirren, am teich, laut und unbeirrt durch die nacht dringen ach-laute zu dir, sanft und stark, zum sich jährenden tag, auf einer hellen frequenz, bringen, singen dir glück, vielleicht

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Beitragvon birke » 27.06.2020, 21:20

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[schreibübungen]



prolog
und dann gibt es in meiner welt nichts als einen becher kaffee, ein blatt, einen stift, dichte gedanken an dich und am horizont den kirschbaum im wald


1
denke ich worte auf papier, lichten sich wälder, in meinen hinterkopf fällt schatten, schneeflockenraum in der wüste, wüsste ich nur deinen namen, ich schriebe und umarmte ihn mit metaphern, stattdessen male ich ihn mir aus und dichte dir träume an in einem birkenwald


2
eine skizze, noch karg, schält sich aus wortrinden, hirnrinden hinterfragen waldgebiete, wohngebiete, ein haus gebiert tragödien, und die wiese davor ist grün und geduldig, und du, du weißt deine schuhe zu umgehen, bis zum strand, zu den spuren –


3
nicht nur, wenn es regnet, sitze ich bei geöffneter tür, beim lauschen rauschen buchstaben aufs papier – spuren verwischen, ein aquarell, himmelgrün, breitet sich aus, und die finger auf der tastatur begleiten eine aufsteigende melodie


4
und so schreib ich mir töne von der haut, stimmweise, enharmonisch, in dur und moll, ein pendeln zwischen mir und der welt


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Beitragvon birke » 28.08.2020, 17:00

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mein kopf ist vernebelt, das pandemische gefühl von nähe und abstand raubt den verstand, sommrige vögel singen träge und zikaden, selbst ein sturm geht nur halbherzig übers land, erinnerungen bröckeln, träume wanken, der blick nach vorn ist verschwommen, und gedichte gehen nur schwer von der hand. wie soll ich schreiben, wenn deine stimme nurmehr flüstert für mich? auch dein kopf ist vernebelt, das sind die zeichen der zeit, doch unsere segel bleiben gewölbt, wie meine hand, wenn du deinen traum hineinlegst, siehst du den milan am himmel, er ist klar und unermüdlich hebt er uns auf seinen schwingen ins blau -

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Beitragvon birke » 26.09.2020, 11:52

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irgendwo ist immer

für mo


vor sechs frühlingen fielst du einfach so aus der zeit, vor vielen herbsten hinein, nun gelten für dich andere weiten, sternstunden, mondtage, ich sehe dich manchmal in einem baum, einem lächeln, einem tropfen, der den strom hinab fließt, wir haben uns geerdet, beflügelt, ich vermisse dich, doch ich weiß um die zeiten, die weiten in uns – zart ist das leben, zerbrechlich, vergänglich – allein im gedicht wachsen blumen stet, unermüdlich und immer wieder neu

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Beitragvon birke » 09.10.2020, 13:09

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das sibyllinische jahr ist noch nicht vorüber dieses langsam rasante im herbst werden wir uns vergraben unter decken und grünen worten der winter weiß nichts von menschlichem befinden und ich bin seltsam libellenhaft im kopf laut und leise deine stimme ein murmeln im sturm

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Beitragvon birke » 05.11.2020, 11:12

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uns aus dem fenster lehnen

helles will ich in die welt schreiben
für dich für mich
eine hand voll lichtblicke
sieh die bäume
der himmel
schatten und licht
bedingen einander wir
bedingen einander

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Beitragvon birke » 06.11.2020, 13:18

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ich neige dazu, mir alles schön zu schreiben, als wären gedichte eine beschwörung, prophezeiung gar, oder nur ein lichtblick im denken

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Beitragvon birke » 14.11.2020, 22:24

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novembrion

tage kriechen im nebel, der ahorn bricht sich keinen zacken aus der krone, höchstens ein blatt, oder zwei, auch bäume brauchen abstand (vom sommer), die wälder neigen sich bunt zur straße, deren asphalt so seltsam glitzert und ich strauchle meiner wege, bedachtsam, mit rauschenden ohren, offenen augen, verhülltem mund, nicht stumm, sondern voller gesang, mit einem rotkehlchen auf der zunge, immer auf der suche, nach licht, einem blick, einem gedicht

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Beitragvon birke » 19.11.2020, 08:34

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den apfel umfassen - um zu spüren, dass es nicht nur unfassbares gibt in dieser welt

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