das gefällt mir. Fein, wie das LI hier mit viel Verve festhalten will am Bild des 'wir', das es zeichnet. Man muss es laut lesen, dann spürt man die Intensität so richtig.
Es gibt eine Stelle:
birke hat geschrieben:sonst würde es der wind mitnehmen
an der ich stutzte. Es ist das "es", das zunächst nicht klar ist, das so unvermittelt daher kommt. Aber im Laufe des Textes wird es dann klar.
Ja, das ist wirklich faszinierend, was das Gehirn da mit einem macht. Es ergänzt/verändert ganz automatisch. Und Diana, ich habe diese Stelle mindestens 20 Mal gelesen, weil ich dachte: das kann doch nicht sein, wieso passt das "es" nicht. Wieso hat Diana nicht gesehen, dass "es" nicht zu "Mund" passt, dass der grammatische Bezug falsch ist???
langsam bist du mir vorausgegangen im traum hab ich dich gesehen deinen nacken und die schultern leicht gebeugt das kleid war hell und du hast dich leise umgedreht in deinem blick (verloren) ein weites gefühl
Dein Gedicht hat es in sich, Diana. Ich sehe die Milane so richtig kreisen über der Beute, die nur für einen reicht. Ich sehe, wie sie sich hinabstürzen, um den Fisch kämpfen. Das Ganze lässt sich sehr gut gesellschaftskritisch übertragen. Mit wenigen Worten inszenierst du hier etliche Situationen, die sich ergeben können. Und ganz wichtig, finde ich: nicht moralinsauer. Du stellst "einfach" die Frage in den Raum. Gelungen!
daaanke schön, mucki. ja, so ist es. schon der zweite geburtstag, den sie nicht mehr erlebt. manchmal ist das alles schon schwer zu begreifen. liebe grüße diana