flirrende hitze, überm land, saharawind. die schläfen schmerzen. buchstaben, staub im mund. allein für das liebeswort erfinde ich einen fluss. er kühlt die stirn, die lippen, er bringt dinge ins fließen und rückt mir sanft den kopf zurecht.
1 diese nächte sind gnädig samten und still hüten sie meinen schlaf zufluchtsort vor grellen tagen (selbst das weihnachtsleuchten scheint zu hell) zwielichtig will ich sein dunkel keinesfalls klar
3 im grauen gewand tanzt der wind um die häuser gehüllt in schwarz sendest du rauch zeichen
4 der kopf gedankenvoll ich schwimme durch die zwischenzeit halte mich knapp über wasser atemzüge sind rar ab und zu eine insel
5 da, ein leuchten zwischen den zeilen ein gedanke hell und klar schält sich aus dem nebel erzählt von kirschroten tönen, nachhall und echo wie du mich ansiehst!
10 in diesen nächten gehen die pferde mit mir durch dich werde ich zum rauwesen in dieser zeit streift mir der schalk durchs gestüt gemüt zombige zoten