Romantische Gedichte

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Erman
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Beitragvon Erman » 13.12.2017, 06:47

Da ist ein Blog über meine Sucht romantische Gedichte zu schreiben. Ein typisches Motiv der Romantik ist: Die Sehnsucht!
Die Entführung aus dem Alltag in traumhaft schwebende Bereiche, in Erfahrungen und Gefühle, die dem nüchternen Denken fremd sind und auch bleiben sollen.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Erman
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Beitragvon Erman » 13.12.2017, 12:55

Deine Stimme auf meiner Wange

In Zonen der gekränkten Melodien bin ich eine Panflötenstimme.
Von deinen Lippen rinnen Flüsse,
der Sonnenbrand auf deiner Wange spiegelt die Traurigkeit -
ich härme mich.

Ich strecke mich im Bett der nach Quendel duftenden Nacht aus,
auf meiner Zunge ein stummes Zittern,
wartend auf dein Befeuchten.

Der Nordstern soll deine Augen nicht bedecken,
ich schäme mich meiner nackten Seele nicht,
in diesem Körper habe ich unzählige Trennungen aufgetaut.
Die Zeit des verrückten Wiedersehens ist da,
nimm dein Frausein aus dem Schrank um dich anzuziehen.

In meiner Handfläche sind tropfende Tränen,
einer ihrem Stolz unterlegenen Wolke -
erstarren sollen nie die Finger der Liebe.

Auf dem Gipfel der Frost bin ich im Graben ein Bajonett,
Tropfendes aus dem Gletscher der Vernunft – ich tropfe.
Der Nachtbrand auf meiner Wange, die Glut spitzt sich zu, ich spüre es.
In der Stille der Nacht und Räucherduft - ich lege meinen Kopf in deinem Schoß.
Auf meinen Lippen, schweigsame Behaglichkeit,
ich warte auf deinen Kuss.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 13.12.2017, 12:57

Lippen

Lippen gibt es,
um dein Geheimnis mit jemandem zu teilen,
der dein Flüstern mit Flüstern erwidert.
Lippen sind da,
um vergoldet zu werden.

Sie sind der Vulkan deines Leibes
und die Quelle deiner Flüsse,
sind die Blüten,
wo sich Bienen aus Wind und Milch treffen.

Überlasse sie niemals jemandem,
der nicht weiß, sie dir wiederzugeben:
Wärmer, weicher und süßer…
Denn sie sind da,
um ein Lächeln auf dein Lächeln zu zaubern.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 13.12.2017, 13:06

Die Götter

Warum versteckst du deine blaue Augen,
du schönes Mädchen?
Zeig sie heute Nacht.
Warum versteckst du dein Herz,
du unnahbares Mädchen?
Zeig es und sei mein - wie in Liedern.

Warum versteckst du die warmen Lippen?
Die Zeit vergeht, denn wahre Liebe
kommt nur einmal von alleine.
Die Götter sollen unsere Körper
und die Winde deine Haare zum Himmel tragen.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 13.12.2017, 13:15

Ich will

Ich liebe Dich,
ich will den steinernen Sklaven vor deinem Haus
des öfteren mit mir vertauschen!
Ich will deinen Mantel,
der aus hunderten getöteten Tieren genäht ist,
verbrennen!

Ich will dich küssen,
wenn Du nicht geschminkt bist
und dein Mund ohne Lippenstift süß ist.
Ich will dich riechen,
wenn dein Parfüm nicht nach Labor stinkt,
sondern nach Blumen duftet.

Ich will deine Haare
auf meinem Gesicht spüren,
wenn der Wind uns begrüßt.
Ich will deine Haut schmecken,
wenn sie ähnlich der Pfirsiche
und nicht wie die der Orangen ist.

Ich will deine Schuhabsätze brechen,
damit wir uns im grünen Gras wälzen.
Ich will, dass Du deine Jeans anziehst,
die am Knie zerrissen sind,
um dich mit meiner Zunge
erschauern zu lassen.

Ich will mit dir Himbeeren
und Erdbeeren pflücken, um deine
Bluse zu beflecken, damit ich
dir eine schönere schenken kann.
Wenn ich geliebt werde,
dann kann ich alle Menschen lieben,
aber niemanden wie dich.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 13.12.2017, 13:20

… wenn es die Liebe nicht gibt.

Der kalte Schnee kommt,
vielleicht fällt er sehr lange.
Pass auf Dich auf meine Einzige,
was soll ich dir anderes sagen?

Kleine, weiße Schneeflocken
sie haben den Weg zugeschüttet,
es dünkt mich,
als ob sie die ganze Nacht fielen.

Der Schnee ist, wenn es kalt
und Winter wird,
das Leben die Trennung vorbereitet.
Der Schnee ist, wenn es die Liebe nicht gibt.

Weiße Schneeflocken fallen,
sie sind kalt, Liebste,
ich sehe,
heute Nacht sind sie auch besonders schön -
wie Kristalle.
In ihnen, Liebste, gibt es
die Liebe für uns beide?
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 14.12.2017, 09:59

Durch die Nacht

Durch die stumme Nacht und die dichten Zweige,
sichtbar ist der purpurne Stern, leises Geflimmer.
Es pocht der mächtige Herzschlag.
O sachte nur an die dichten Zweige!

Hier in der Nähe dampft und windet sich der Fluss in die Ferne.
Hier ruht sich die Blume auf der Blume aus.
Hier wartet auf mich die Liebesnacht.
O sachte nur durch die dichten Zweige!

Fallen, sterben werde ich, meine Seele brennt,
schmelzen werde ich bis zur Morgenröte in diesem weißen Winter.
Ich warte, warte und warte, bis Sie das Fenster öffnet.
O sachte nur durch die dichten Zweige!

Mein Himmel, mein Mondschein, umarme mich, küsse mich!
Sehnsüchtig bin ich nach deinen Seufzern.
Schließe um mich deine weißen Hände,
Warte! Küsse! Küsse!, bis die Last dahin schwindet.
O sachte nur, sachte, sachte ...
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 15.12.2017, 15:58

Blaue Möwe

Hoffnungsloses warten auf diese Augenblicke,
unruhigen Herzens und mit Schmerzen in der Brust.
Satt bin ich des Lärms, langweiliger Menschen
und leerer Zeit, die uns Puppen gebärt.

Ich begrüße dich und deine Einsamkeit,
dein Geräusch. Auch die Wiederkehr der Sterne!
Wie Vögel, die aus ihrem Nest vertrieben,
flüchte ich zu dir, um Ruhe zu finden.

Mach mich lebendig, Nachts - Dichters Tage,
trete still ein; über meine Wunden,
lege nieder deinen weichen Flügel.

Nimm mich auf und fliege mit mir,
irgendwo hin in unbekannte Freiheit,
dort, wo die Menschen nicht gewesen sind!
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 15.12.2017, 15:59

Weiblich wie die Erde

Ich möchte jene Harmonie erlangen,
an deren Himmel sich Blitze, unsre Blicke kreuzen.
Weiblich wie die Erde bist Du, Geliebte,
aus dir rauchen die Krater der Liebe.
Sag mir alles über Dich, damit ich dich entblößt sehe.

Deine Lippen sind rot, erhitzt durch die erste Liebe - berühre mich.
Deine Augen glänzen jetzt wie Perlen des Meeres - verführe mich.
Dein Hals ist weiß wie der erste Schnee - fühle mich.

Lass meine Worte nicht wie Feigenblätter im Oktober neben dich fallen.
Wenn die Jugend in dir vereist ist, stell dich unter den Mondschein!
Sei meine Quelle der Liebe, damit ich in ihr versinke!
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 15.12.2017, 16:07

Wie eine Welle


Wenn ich denke, dass du bereits schläfst,
berühren sich unsere kleinen Welträume im irgendwo.
Der Satin rauscht, das Dunkel gerät in Unruhe,
und ich treibe auf einer Welle.

In der Muschel deines Bauchnabels überwintert der Sommer.
Du hütest die Krümchen der Sonne für uns.
Mit deiner Berührung keimt die Sehnsucht.
Du bist die Welle, die mich trägt!

Nichts ist mehr wichtig.
Das Gesicht der Welt zerfließt
und niemand ist mehr wesentlich.
Alles wird zu Sand, wird bedeutungslos,
zu schnödem Sand unter uns.

Das Silber des Dezembers schmiedet einen Ring für deinen Finger.
Entlang deiner Brust rollt ein Stern.
Ich will mich an dich schmiegen wie an ein Kreuz – vergebens.
Du, meine Welle, entgleitest, entziehst dich mir.
Zurück bleiben salzige, klare Tropfen
und ein Hauch der lieblichen Düfte Istriens.
Du hinterlässt als Pfand nur trügerischen Schaum.
Mein Herz bricht wie ein berstender Fels in der Brandung.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 15.12.2017, 16:12

Mondsüchtig

Getragen vom Atem des Traums
kam eine schwarze Taube – als wüsste sie warum –
auf meine Hand geflogen.
Diesen Morgen erharrte ich so müde,
als wäre ich mit schweren Flügeln aus Blei mitgeflogen
und hätte die ganze Welt gesehen, versteckt hinter goldenen Wolken.
Nur Rosmarin konnte meinen Schritt und Schlaf aufhalten.

Umarme mich jetzt – fest und stark – so wie du es am besten weißt.
Überlasse mich dem schwarzen Vogel nicht!
Ich bin nur verliebt und ein wenig verrückt.

In meinen Adern vereinsamt der Norden der Vergangenheit.
Als der Himmel wie Millionen Kerzen brannte,
ängstigte mich sein Glanz.
Wo endet er, für wen wurde dieser Born ausgegraben?
Warum geschieht das alles, kann der Mensch irgendetwas entscheiden?
Oder ist er nur da, wegen des Gleichgewichts zwischen den Sternen?

Umarme mich jetzt – fest und stark – so wie du es am besten weißt.
Überlasse mich dem schwarzen Vogel nicht!
Ich bin nur verliebt und ein wenig verrückt.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 15.12.2017, 16:15

Einer fremden Frau

War ich das einst,
der verrückte Vollmond?

Nach langem Schweigen
begegne ich Dir wieder
und stehe vor Dir,
wie ein Sonnenblumenfeld
unter Wolkenbogen.

Es strömt eine unangenehme Wärme,
als wäre ich schweißgebadet.

Nach langem Schweigen,
wieder schweigen.
Deinen Blick, den ich nur erahne,
ist ein Gewicht auf meinem Genick
und kalter Wind meinen Hals entlang.

Ein tanzendes Glühwürmchen
zeichnet noch gelbe Kreise im Dunkel
und auf das wenige in mir.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 15.12.2017, 16:17

Die Liebe, Maria, die Liebe

Liebe die Welt!
In mir ist der Spiegel aller Liebe.
Ob alt oder jung, in mir ist Unruhe:
Weiß wie eine Blume.

Lache!
Weine!
Du Dumme!
Was hast Du von der Endlosigkeit?
Willst du die Gärten der Semiramis
die zwischen Himmel und Erde sich reihen?
Zwischen alle Begriffe von Traum und Wirklichkeit
als schritte ich entlang der entzündeten Pappeln
auf einem roten Strand wie eine Koralle.

Unmöglich, an die Zukunft jenseits unbegrenzter Güte zu denken -
weich wie eine Wiese.
Auf unserem Lebensweg schreiten wir den Frauen nur sicher entgegen.
Ich weiß, dass ich am Morgen ihr lichtes Haar ohnmächtig sehen werde.
So sei es!

All Deine Träume würde ich für eine Handvoll Maikäfer hergeben.
Gedankenlose!
Komm ruhig näher!
Öffne Dich mir!

Korridore der Liebe sind die triumphalsten Tore.
Wenn Du mir entgegen kommst, sprichst Du von Engeln.
Schwimmen sollen die Sterne am Himmel!
Schau, wie der Regen die Erde küsst
in der weißen Blume der Schmetterling ruht.
Mit dem Körper und Ekstasen bedecken wir die Liebe und ihre Schritte.

Reißen wir die Burg der Scham nieder
die von senilen Alten gebaut wurde, genannt:
Moral.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
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Beitragvon Erman » 15.12.2017, 16:18

Die Liebe, Maria, die Liebe II

Unter uns brennt die Erde!
Der Himmel ist entflammt!
In dieser Nacht sind Deine Lippen die Quelle!
Duftende Wiesen deine Haare!
Schwirrt einzig dein Blut!
Maria!
Mach die Lampe aus...
Maria! Die Engel fliegen!

Im Spiegel dämmert dein Nachthemd.
Maria! Warum schmerzt mein Herz?
Warum ist deine Haut so weiß wie Kirschblüten?
Ich verspreche Dir, ich werde nicht trinken!
Maria! Der ganze Wein ist auf deiner Seele verschüttet!
Ich verspreche dir... Ich werde aus deinem Herzen trinken.
Für wen blühen die Belladonnen?

Hab keine Angst!
Es ist die Liebe!
Ich lebe nur für die Liebe und halte ihre Fahne hoch.
Allen Mut trinke ich nur für sie.
Wie ein tollwütiger Hund bin ich bereit, jeden ins Herz zu beißen.
An keiner anderen Körperstelle blüht eine Wunde schöner.
Bin ich bereit in jeder Träne zu ertrinken.
Liebe Maria,
Liebe!

Liebe! Ihr verzeiht man an der Guillotine!
In ihrem Namen wird das Schwert in die Scheide zurückgesteckt.
Oh Maria! Was löscht unsere Niedertracht
über die Agonie hinaus?
Meine Liebe!
Nur das Wort Liebe brennt wie das heilige Feuer ewig.
Diese Fackel in meiner Brust.
Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman

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Beitragvon Erman » 16.12.2017, 09:27

Wärest Du in meiner Nähe

Wärest Du in meiner Nähe mit Deinem Haar - meine Stirn wäre bedeckt
und lächelnd würde ich Deine Knie umarmen.
Doch Du bist nicht da und meine Liebe macht mich ruhelos;
Ich kann mich nicht verlieren; nicht im nächtlichen Gras
noch in des Meeres Wellen, noch in duftenden Lilien.

Wärest Du in der Nähe - wärest Du nur immer in der Nähe,
wie die Regenwolke über dem verlassenen Haus im Tal,
wie über dem Meer der Ruf der Möwe, der in der sorgenvollen Nacht,
bevor das Unwetter kommt, verweht.

Wärest du doch in der Nähe!
So traurig wie die geschlossenen Auges träumende Blume,
die unter dem Vordach des Schnees auf den Frühling wartet,
in der Stille des verstinerten Waldes!

Ach, wärst Du in der Nähe, meine kalte Blume!
Wärst Du mit Deiner Bewegung in der Nähe meiner trauernden Gärten,
die sich nach Dir verzehren, die verschmachten.

Doch es ist Nacht und Deine Welt hat sich entfernt.
Um Deine Unruhe weiß ich nicht.
Deine Vögel schwebten auf die Äste meiner Träume.

Der Morgenröte Glanz in meinen Augen
schwindet für immer, verliert sich im Grunde des Vergessens,
der den Namen der Liebe nicht kennt.
Zuletzt geändert von Erman am 16.12.2017, 10:07, insgesamt 1-mal geändert.
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