Photo-Sammlung

In dieser Rubrik finden Bilder, Fotografien, (Kurz-)Filme, Collagen, Cartoons und auch Abbildungen von Installationen oder Bildhauerei ihren Platz
Trixie

Beitragvon Trixie » 01.03.2011, 21:11

In diesem Faden sollen ausschließlich Photographien, geschossen von Mitgliedern des Blauen Salons, zu sehen sein.

Es gibt so viele talentierte Menschen mit Kamera hier und so viele Alltagsschnappschüsse, skurrile Motive, faszinierende Blickwinkel: Kunstwerke, die geteilt werden wollen.

Womöglich inspiriert den einen oder anderen ein interessantes Photo zu einem neuen literarischen Werk? Oder es bringt einen zum Lachen, Nicken oder Kopfschütteln, wer weiß!
Lasst es die Photographen wissen - Kommentare sind ausdrücklich erwünscht.

Hier eins meiner aktuellen Lieblinge, erst gestern frisch im Heidelberger Zoo geschossen: Ein kleine Elefantenparade
Bild

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noel
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Beitragvon noel » 17.09.2011, 13:55

schön
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level).

Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel

Gerda

Beitragvon Gerda » 17.09.2011, 16:28

Ein verlassenens Verließ ... ?
So sieht es für mich aus und wirkt, als solle der Betrachter "ausgeschlossen" sein. Die graue Tönung der Holzschindeln, die Perspektive und das kleine verschlossene oder gar verbarrikadierte Fenster, tragen dazu bei.
LGG

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 18.09.2011, 20:25

Tolles Bild, Flora!
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 19.09.2011, 08:29

Danke ihr drei, freut mich. :)
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Nifl
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Beitragvon Nifl » 25.09.2011, 10:25

Hallo Flora,

ich finde es toll, wie du dieses "Fenster" inszeniert hast. Vermutlich war es eine ganz banale Scheune eines Bauernhofes mit noch etlichen weiteren Fenstern. Wahrscheinlich handelt es sich sogar nur um Lüftungsöffnungen ohne Fenster dahinter. Aber das spielt keine Rolle, denn du hast eine eigene Geschichte erschaffen. Eine, die Kaspar Hauser dahinter versteckt und man fast rufen möchte, er solle sein Haar herab lassen.
Ich finde, das Bild ist ein tolles Beispiel dafür, wie man allein durch Ausschnitt und -Perspektivenwahl eine Wirkung erschaffen kann, die sich vom eigentlichen Objekt löst und zum Kosmos wird. Ziemlich genial das Fenster nicht in die Mitte des Bildes zu setzen, sonder nach oben rechts. Dadurch hat man das Gefühl, dass es weit oben in einer dunklen Ausweglosigkeit sitzt.

LG
Nilfl
"Das bin ich. Ich bin Polygonum Polymorphum" (Wolfgang Oehme)

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 26.09.2011, 08:56

Hallo Nifl,

ich hab mich riesig über deinen Kommentar gefreut, weil er genau das aufgreift, was ich mir auch gedacht hatte. Dank dir! Vor allem die Loslösung vom eigentlichen Objekt ist für mich hier ein wichtiger Aspekt, dass es etwas Eigenständiges werden kann, das erzählt.

Liebe Grüße
Flora
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Lisa
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Beitragvon Lisa » 29.09.2011, 20:58

ich will auch mal (aber älter)

Bild

Bild
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

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noel
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Beitragvon noel » 29.09.2011, 22:54

1. hammer
2. nett
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Lisa
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Beitragvon Lisa » 30.09.2011, 20:55

1. grins
2. grins

.-)
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
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Nifl
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Beitragvon Nifl » 30.09.2011, 21:46

Hallo Lisa,

ich hätte die Bilder nicht zusammen eingestellt. Sie verstärken sich nicht, sprechen nicht miteinander, sind zwei eigene „Persönlichkeiten“.
Wie ich ungern zwei Gedichte „hintereinander weg“ lese, geht es mir auch beim Betrachten von Bildern, wenn sie nicht einem Zyklus, einer Serie oder einer Thematik angehören. Das erkenne ich hier nicht.

Am Bild 1 gefällt mir besonders gut, dass sich der Schatten der Pflanze durch die Blüten dem filigranen Mosaik anzupassen scheint. Das hätte mir als Bild schon gereicht. Der Schatten des Zaunes hingegen wirkt beinahe bedrohlich und könnte auch gut als Gegenpol zum Blumenschatten fungieren. Die fein gezeichnete Schönheit und die breite mächtige weniger konturierte „Angst“ dagegen/darüber (witziger Weise verhält es sich mit dem Bodenbelag analog). Für diese Interpretation stört mich allerdings ein weinig, dass die Pflanze auch „stofflich“ zu sehen ist.
Schatten sind wie Spiegel nimmermüde Motive.

Ein drittes Bild im Bild ist dann natürlich noch „das Wunder der Natur bricht sich immer Bahn!“ (leises Schnarch) auch in der dünnsten Fuge.

Passte sich aber auch schön ein. Wiki:
Die Fuge (von lateinisch fuga = „Flucht“) ist ein musikalisches Kompositionsprinzip, das durch eine besondere Anordnung von Imitationen gekennzeichnet ist.


Für mich wäre weniger mehr.

LG
Nifl
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Kurt
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Beitragvon Kurt » 30.09.2011, 22:07

Der Schiko bei seinem ersten Freiflug, als ihm der Raum noch unbekannt war. Er krallte sich zwischenzeitlich kurz an den Fächer an der Wand. Später suchte er sich bequemere Rastplätze. (Das Foto ist also nicht getürkt.)

SchikoTarnung.jpg
"Wir befinden uns stets mitten im Weltgeschehen, tun aber gerne
so, als hätten wir alles im Blick." (Kurt)

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Beitragvon Lisa » 01.10.2011, 20:10

Lieber Nifl,

das stimmt, die Bilder haben sich gegenseitig nix zu sagen, da habe ich gar nicht drauf geachtet und geb dir Recht.

Danke für die Gedanken zum Tagschattengewächs. Ich glaub, deshalb hab ich das Bild auch so lange rumliegen lassen, weil es eben letztlich nichts enthält, es hat zwar nette klassische Elemente, aber das ist es dann auch und man muss sich fragen, wozu? Da sind mir die Steine fast lieber, die wollen nix .-)

liebe Grüße,
Lisa
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Mucki
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Beitragvon Mucki » 01.10.2011, 20:12

Unglaublich, Kurt. Das sieht wirklich wie eine Fotomontage aus!

Kurt
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Beitragvon Kurt » 04.10.2011, 12:15

Ja, Gabriella, ich meine, an dem Festkrallen, den Krallen - ist ja ein Filigran, kann man die "Echtheit" des Fotos (mit kl. Digicam geschossen) wohl erkennen. Ob es nun im Netz in dieser Auflösung sichtbar ist?

LG Kurt
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