Lyrischer Dialog

Hier ist Raum für gemeinsame unkommentierte Textfolgen
Nifl
Beiträge: 3444
Registriert: 28.07.2006
Geschlecht:

Beitragvon Nifl » 11.08.2006, 17:59

Liebe Schreibfanatiker,

ich möchte hier in diesem vitalen Forum einen "lyrischen Dialog" beginnen. Lyrische Dialoge sind kooperatives Schreiben, Gedichte, die (auf-)einander aufbauen. Das können inhaltliche Bezüge sein, oder es werden Worte des "Vorschreibers" aufgegriffen, oder man übernimmt einfach nur die Stimmung.
Hierdurch entstehen unkommentierte Gedichtfolgen. Die Form bleibt dem Autoren überlassen (zB. ob gereimt oder ungereimt ...)
Würde mich über rege Beteiligung freuen!

Bild
Zuletzt geändert von Nifl am 30.08.2006, 19:10, insgesamt 2-mal geändert.

Klara
Beiträge: 4287
Registriert: 23.10.2006

Beitragvon Klara » 03.03.2019, 13:29

Vergebliche Liebesmüh

bin mir nah zu fern
entziffere unvollständig auf dem
vergessenen Zettel im gebraucht
gekauften Buch eine Handschrift, die
mit Tinte entstehet wie mein
Gekritzel, dazu
Bleistiftzickzack und stelle mir vor
wer das geschrieben hat
sei mir seelenverwandt
und ich müsse ihn finden, müsse es
wenigstens versuchen
bis ich mich erinnere: Das Buch
stammt aus einem Antiquariat, sein Verkäufer
muss nicht der Tintenzettelschreiber sein

Benutzeravatar
birke
Beiträge: 3595
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 31.03.2019, 18:44

.

im geriffelten zickzack
deine notiz
hieroglyphen
hier und da
zart geschwungen
ein bogen
wie ich mir dich
ausmale
mit brauen
voller poesie

.
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

https://versspruenge.wordpress.com/

Klara
Beiträge: 4287
Registriert: 23.10.2006

Beitragvon Klara » 04.04.2019, 11:39

Vier, fünf, sechs Zeilen
Vergissmeinnicht im Herzen
der Stadt, die mich fort

treibt und weiter und
hält wie mein schlagendes Herz
nicht vergisst

Benutzeravatar
birke
Beiträge: 3595
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 07.05.2019, 00:15

.

wenn du aus der stadt kommst, überfüllt, nach hause, aufs land: dieses grün, diese weite, wortleere, seelenruhe

.
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

https://versspruenge.wordpress.com/


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste