Prosalog

Hier ist Raum für gemeinsame unkommentierte Textfolgen
Nifl
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Beitragvon Nifl » 23.07.2007, 18:09

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Foto A.P. Sandor et moi


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Hier handelt es sich um einen Faden, in dem ihr euch prosaisch zurücklehnen könnt. Lasst euren Gedanken freien Lauf. Erzählt von euren Träumen, eurem Ärger, euren Problemen, euren Sehnsüchten, euren Beobachtungen, euren Wünschen, euren Phantasien, euren Ideen, eurem Kummer, eurer Wut, eurem Tag, euren Spinnereien … "Die Wahrheit" spielt dabei selbstverständlich keine Rolle.
Fühlt euch frei.

Lasst euch von bereits verfassten Texten inspirieren, greift das Thema auf, oder schreibt einfach "frei Schnauze"… alles ist erlaubt.

Ich bin gespannt!




Kleingedrucktes:

Damit eure Kostbarkeiten behütet bleiben, müssen folgende Regeln beachtet werden:

Bitte keine Kommentare
Keine direkten Antworten (zB. Gratulationen, Beileidsbekundungen, Nachfragen etc.)
Keine Diskussionen
Kein Smalltalk oder Talk überhaupt

Geht immer davon aus, dass alle Texte Fiktion sind.



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Zuletzt geändert von Nifl am 04.08.2007, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.
"Das bin ich. Ich bin Polygonum Polymorphum" (Wolfgang Oehme)

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Zefira
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Beitragvon Zefira » 30.11.2019, 00:58

Ich vertiefe mich in die Blicke von Tieren. Der Hund hat immer ein Hundegesicht, aber je nach persönlicher Verfassung Hunde- oder Menschenaugen. Wenn ich einfach so vorbeigehe, schaut er mich mit Menschenaugen an, man erwartet fast, dass er im nächsten Moment zu sprechen beginnt. Nehme ich aber Kontakt auf, kommt der Hund durch, die schlabbernde Zunge, Schwanzwedeln mit dem ganzen Körper, begeistertes Auf- und Abspringen. (Oder, wie bei dem tückischen Chihuahua meiner Nichte, unvermitteltes Zubeißen.)

Stehenbleiben, schauen und es am besten dabei belassen, dann schaut er mit Menschenaugen zurück, tief interessiert, verständnisinnig, ich möchte nie mehr wegschauen.

Während die Katze nie anders als mit Tieraugen schaut; nur nicht immer vom gleichen Tier. Die Katze von gegenüber hat Huskyaugen, ihr Blick ist wie Honig. Ich weiß nicht, ob es eine Katze oder ein Kater ist; wenn ein Kater, dann kastriert (das kann ich jedenfalls unterscheiden). Bei der geringsten Berührung lässt sie sich auf die Seite fallen und streckt die Pfoten in die Luft, ein schmeichlerisches Fellknäuel. Die andere Katze, die von nebenan, hat gläserne Augen, die kein Bild durchlassen, jedenfalls kein Bild von mir. Ich bin für sie nur ein Furz in der Landschaft; bestenfalls eine Hand, die ein Leckerchen reicht.

Ich kann mich erinnern, dass ich den Blick meiner Kaninchen (als ich noch welche hatte) als den Blick wilder Tiere wahrgenommen habe, mir so fremd wie Wölfe. Sie haben Kreide gefressen und tun so, als seien sie harmlose Heumümmler, aber irgendwann werden sie Kanonen auf uns richten. Laute Kanonenschläge, neulich habe ich sie in der Kirche gehört.
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.

(Ikkyu Sojun)


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