Prosalog

Hier ist Raum für gemeinsame unkommentierte Textfolgen
Nifl
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Beitragvon Nifl » 23.07.2007, 18:09

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Foto A.P. Sandor et moi


Prosafluss - Geheime Nachrichten - Flüsterpost - Prosapool - ungebunden - verbunden - Prosadialog - Prosakette - Prosa rhei - ungebunden - verbunden - Prosa - Blitzlichter - Prosalog - Wort zu Wort Beatmung - Prosafolge - ungebunden - verbunden


Hier handelt es sich um einen Faden, in dem ihr euch prosaisch zurücklehnen könnt. Lasst euren Gedanken freien Lauf. Erzählt von euren Träumen, eurem Ärger, euren Problemen, euren Sehnsüchten, euren Beobachtungen, euren Wünschen, euren Phantasien, euren Ideen, eurem Kummer, eurer Wut, eurem Tag, euren Spinnereien … "Die Wahrheit" spielt dabei selbstverständlich keine Rolle.
Fühlt euch frei.

Lasst euch von bereits verfassten Texten inspirieren, greift das Thema auf, oder schreibt einfach "frei Schnauze"… alles ist erlaubt.

Ich bin gespannt!




Kleingedrucktes:

Damit eure Kostbarkeiten behütet bleiben, müssen folgende Regeln beachtet werden:

Bitte keine Kommentare
Keine direkten Antworten (zB. Gratulationen, Beileidsbekundungen, Nachfragen etc.)
Keine Diskussionen
Kein Smalltalk oder Talk überhaupt

Geht immer davon aus, dass alle Texte Fiktion sind.



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Zuletzt geändert von Nifl am 04.08.2007, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.
"Das bin ich. Ich bin Polygonum Polymorphum" (Wolfgang Oehme)

Nifl
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Beitragvon Nifl » 24.06.2022, 12:46

Impetus
Treue ist im Gebirge subtotal, sagst du. Ein Gebirge aus seidenen Fäden. Und wir mitten drin in einer Art Luftakrobatik (hatte ich doch tatsächlich Lustakrobatik geschrieben). Dabei sind wir selbst nur Gespinste. Jeder Hauch trägt uns weiter. Und irgendwo wurzeln wir. Dann ist es vorbei, dann sind wir immobil, für immer.
Du meinst, ich solle dich bitte schön aus dem Wir heraustrennen. Da habe ich dann plötzlich auch keine Lust mehr auf dieses Wir und denke über die Treue von Luftwurzlern nach.
"Das bin ich. Ich bin Polygonum Polymorphum" (Wolfgang Oehme)

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birke
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Beitragvon birke » 24.06.2022, 16:48

tempus fugit und wir. ja, wir. ich und du, luftikus. luftikuss. das gebirge liegt längst hinter uns. wir laufen über land am fluss entlang, hand in hand, und sagen uns gedichte vom loslassen. in deinen augen sehe ich verbundenheit, verständnis, und ein unbändiges lachen, das mich zu dir zieht. wurzeln werde ich erst, sagst du, wenn ich einst in der erde liege, und ich nicke, dann werde ich mich mit den radices eines baumes verbinden, erst dann werden wir immobil sein.
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 28.06.2022, 14:04

Die Radieschen der Bäume
oder von der Schärfe der Wurzeln

Wir lesen, was wir wollen. Nicht wahr, mein Schatz. Da fällt uns Tolkien auf die Füße und tritt nach. Ach all diese Kriege und Krankheiten und Atwood lacht bis sie nicht mehr lacht. Und da sind wir jetzt also und flüchten uns mal wieder in die Bäume. Tobie ist auch erwachsen geworden, als er das Fliegen verlernte. Man kann das jetzt sezieren oder glauben oder die nächstbeste Ameise zertreten. Und dann fragt man sich, was das eigentlich heißt. Zwischen all der Scheiße reden wir von Treue wie von altem Brot, suchen den Schimmel und finden ihn nicht. Seiltänzer tanzen auch nicht. Sagst du. Sie gehen nur. Und unter dem Gebirge subsumieren sich Widerstände. Simsalabim. Sing mir ein Lied. Oder Zwei in ihrer eigenen Sprache.
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Nifl
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Beitragvon Nifl » 03.07.2022, 15:55

Ich kann dir vorsingen in eigener Sprachlosigkeit. In Norwegen fährst du im Sommer in den Tunnel und kommst im Winter wieder raus. Immer auf der Suche nach dem Schatz im Silbersee. Meine Mitschwimmerin hat mich verlassen. Und immer scheinen die Schwarzen Löcher in einer anderen Farblosigkeit. Der Tagebau von Schwermut ist CO2 neutral. Jeder ist für sich selbst die letzte Generation. Ja Scheiße, das kommt vom Spazierengehen rückwärts. Da laufen die Sohlen einseitig ab. Du gestikulierst mit Buchstaben. Ich glaube, es bedeutet, ich solle deine Hand halten. Dann sagst du, das war es nicht, uns ist nicht die Luft ausgegangen. Und ich freue mich über das Uns, auch wenn es grau ist.
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birke
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Beitragvon birke » 02.08.2022, 18:14

du bist ein seltenes exemplar deiner art. paradiesvogel? einfühlsam. nicht wortkarg oder gar ruppig. eigenwillig zwar, aber das bin ich auch. kannst du mir sagen, was anderen schwer fällt an worten? vielleicht ein desinteresse. oder ein unglaube? widerwillen kann ich nicht erkennen. was mir verborgen bleibt. und was nicht. dass du nicht schweigst.
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

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