Glut - Lesung

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AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 22.06.2011, 18:43

Glut
Zuletzt geändert von AkustischeSchärfe am 16.09.2011, 01:25, insgesamt 3-mal geändert.

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 12.07.2011, 05:37

Morgen Tom.

Aaaach ja... diese ehrliche schroffe Art weiß ich zu schätzen, deswegen erlaube mir doch bitte auch ein paar Bisse:

Alles künstlich? Jawoll, du scheinst also verstanden zu haben, dass es sich hierbei um eine Kunstsprache handelt - schlaues Köpfchen, schlaues Köpfchen!

Ach ja: Mit diffusen und vorbelasteten Begriffen wie "Gefühl" brauchst du mir nicht zu kommen, dessen unreflektierte Massenverwendung nervt mich - dein Aufgreifen dieses Wortes wundert mich zwar nicht, belustigt mich aber.

Ich weiß zwar sehr gut was du meinst, bzw. was du versucht hast auszudrücken, auch wenn mir das viel zu ungenau ist, aber wenn du schon so selbstbewusst auftrittst, dann solltest du dir schon mehr Mühe geben, beim auseinander fleddern.

Gefüüühl....


Sorry.

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 12.07.2011, 05:43

Oldy:

Das liegt wohl an den geschleiften Spondeen, die ja nicht wirklich deutsch sind.... wie gesagt, mir geht es um einen Hexamter auf deutsch, also im Prinzip eine Kunstsprache, und nicht um den "deutschen Hexameter".

Es freut mich, dass du den Text an sich nicht schlecht findest, das motiviert mich schmal sehr!


Liebe Grüße,



Tayfun.

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 12.07.2011, 05:58

Ferdi:

Ich weiß wie die Vertonung auf andere wirken muss. Länger hab ich nun mit mir geringt: Soll ich mich von den Kritikern belehren lassen, oder dieses eine Mal mir selbst vertrauen und mein eigenes, ganz anderes Ding durchziehen?

Die Meinung der Kritiker ist mir zwar wichtig, allerdings wurde genau das bemängelt, was ich bereits erwartet hatte - doch ist es genau das, was ich bewusst als mein eigenes, eigenwilliges Stilmittel ausformte. Ich will selbst solche Lesungen hören, es ist mein Geschmack und mir gefällt es, so will ich fortfahren!

Hoffentlich habe ich Dich jetzt nicht enttäuscht, aber ich will einen etwas anderen Weg gehen. Nenne man es "deutschen Hexameter", nenne man es "primär rhythmisch erzählende Kunstsprache". Für mich ist es mein Hexameter :)


Liebe Grüße,




Tayfun.

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 12.07.2011, 06:21

Niko hat geschrieben:um himmels willen, tayfun! - nicht so betonen! mit dem betonen der silben nimmst du dem ganzen jedweden reiz! einfach ganz normal mit ein wenig pathos in der stimme, dann wird das was! ich finde das einen guten lesetext. nur nicht ansatzweise gut umgesetzt.
ich würd´s echt nochmal angehen!

liebe grüße: niko



Was stößt Dich denn genau ab?



Liebe Grüße,



Tayfun.

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Oldy
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Beitragvon Oldy » 12.07.2011, 08:06

Kommentar vom Oldy gelöscht.
Zuletzt geändert von Oldy am 12.07.2011, 09:44, insgesamt 2-mal geändert.
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 12.07.2011, 09:15

Hallo Tayfun,

lass dich bloß nicht aufhalten :-) Du machst natürlich genau das, was du für richtig hältst! Alles, was hier angemerkt wird, ist doch einfach eine Hilfe für dich, ein Blick auf dieselbe Sache, aber aus anderen Augen. Das schaust du dir an und bewertest es, und dann machst du, siehe oben: genau das, was du für richtig hältst. Wie sollte man auch sonst etwas eingenständiges hervorbringen können?! (Wie das Ergebnis dann angenommen wird, ist eine ganz andere Frage)

Noch mal zur "Prosalesung": Würde ich unbedingt machen. Und auch Freunde bitten, dir deine Texte vorzulesen. Einfach, weil ein Gefühl dafür, was sonst noch so geht, wahnsinnig hilfreich ist. Man bekommt oft Anregungen, wo man an den kleinen Stellschrauben noch drehen kann, man wird gewahr, wo Kleinigkeiten verbessert werden können, und man kann die eigene Position besser einschätzen. Vor allem wäre spannend zu erfahren, ob deine Zuhörer auch längeren Strecken so gelesener Hexameter (sagen wir, um die 30 oder 40) folgen können, ohne dass die Aufmerksamkeit schwindet. Denn dadurch, dass du auf so viele rhythmische Gestaltungsmittel verzichtest (Vor allem auf die Lebendigkeit, die sich aus dem Gegeneinander von Satz und Vers ergibt), ist die Gefahr, zu langweilen, "einzuschläfern", sicher viel größer als bei Hexametern, die die rhythmischen Möglichkeiten vollständiger ausschöpfen. Da solltest du, finde ich, auf jeden Fall ein Auge, äh, ein Ohr drauf haben!

Ferdigruß :-)
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

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Niko
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Beitragvon Niko » 12.07.2011, 10:16

"abstoßend" hab ich nicht in meinem kommentar verwendet, tayfun! ich finde es immer wichtig, dass ein text seine natürlichkeit behält. meiner meinung nach abstrahierst du deinen eigenen text, entfremdest ihn, verzerrst ihn. ein versmaß hat es meinermeinung nach nicht nötig, hervorgehoben zu werden. es ist und wirkt. und wirkt es nicht, dann liegt es am wenigsten am lesen, sondern vielmehr am schreiben.
wenn ich ein sonett beispielsweise habe und verfasse darin einen satz, der sich über zwei oder mehrere zeilen erstreckt, dann mache ich nicht nach jedem zeilenende eine pause, nur damit der leser / hörer erkennt, dass da ja eine zeile aufhört, die sich mit dem ende einer anderen zeile reimt. ich würde es dann immer auch zeilenübergreifend lesen. der reim erschließt sich dann dennoch.

du liest hier ein versmaß. und nicht einen text.

liebe grüße: niko
.Ein Gedicht auf dem Hintergrund der Biographie des Autors zu interpretieren ist so, als würde man einem schwimmenden Schiff das Wasser nehmen. (NJK)


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AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 13.07.2011, 10:52

Hallo Ferdi!


Ich werde die Prosalesung auf jeden Fall in Angriff nehmen, schaden kann es nicht und Spaß wird es auch machen!

Leider habe ich keine Lyrik/Epik interessierten Freunde, die schauen lieber fern oder hören chartmusik.... gern würde ich mal in der Kneipe in einer lustigen Runde Verse austauschen, doch ist dies wohl aus der Mode gekommen... deshalb bin ich momentan voll und ganz auf dieses Forum angewiesen, hier kann ich Erfahrung und Rückmeldungen sammeln, neues lernen, und relativ direkt diskutieren.

Zwar glaube ich, wie oben angekündigt, lanmgsam meinen Stil zu finden, aber es wird sich mit Sicherheit noch einiges ändern im Laufe der Jahre. Mein Prinzip der konsequenten Rhythmik habe ich vor beizubehalten, allerdings wäre ich an ein paar Nuancen durchaus interessiert und werde wohl eine zusätzliche Prosalesung aufnhemen. Es gibt noch einiges zu bedenken, jetzt fange ich erst an, in die wirklich tiefen Schichten der Theorie des Hexameters vorzudringen - bei der Theorie soll es natürlich nicht bleiben ;)


Liebe Grüße



Tayfun.

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 13.07.2011, 11:07

Hallo Niko!

Niko hat geschrieben:du liest hier ein versmaß. und nicht einen text.



Sehr richtig, damit kann ich mich anfreunden :-) Ich übertrug den Inhalt nicht über ein Gespräch oder einen Text, sondern ich betrieb Rhytmik nach ästhetischen Forderungen, die "nebenbei" noch Informationen enthielten - wie gesagt, meine Auslegung des deutschen Hexameters ist schon etwas anderes, keine pure, Poesie im eigentlichen Sinn.

Das hört sich jetzt unglaublich atomstaubzerfallend, trocken an, selbt für mich. Leider finde ich gerade keine richtigen Worte, doch wirst Du meine Ansichten gewiss noch kennen lernen :daumen:


Liebe Grüße,



Tayfun


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