[am ende war]

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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birke
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Beitragvon birke » 21.07.2026, 23:36

.
und dann warst du ein blatt
im wind am baum
wurdest du sanft
du hast die steine vergessen
die auf dir lagerten
wie du dachtest
am ende war das leben leer
seltsam leer
und niemand bemerkte
wie du immer mehr verschwandst
bis du dich auf die reise machtest
verging ein teller voll zeit
und all die blumen
verschwammen
in einem weiten blauen raum
.
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

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Klara
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Beitragvon Klara » 22.07.2026, 14:00

.. ich mag den Teller voll Zeit :-)

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birke
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Beitragvon birke » 22.07.2026, 16:45

;-D das freut mich!
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jondoy
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Beitragvon jondoy » 23.07.2026, 22:33

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Zuletzt geändert von jondoy am 23.07.2026, 22:38, insgesamt 1-mal geändert.

jondoy
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Beitragvon jondoy » 23.07.2026, 22:34

tja, liest sich für mich so im ersten moment, meine assotiation, der text erzählt auf lyrische weise vom sterben eines menschen, vielleicht täusche ich mich ja, aber ich könnte es mir vorstellen, es könnte so sein, den ausdruck ´teller voll zeit´ find ich auch schöne zeitangabe, es wird genau angegeben, wie lange, trotzdem bleibt sie vage, die vergänglichkeit findet sich in diesem text nur zwischen den zeilen angedeutet, explizit vergeht darin nur....was menschen als ´zeit´ umschreiben, er erzählt mehr vom verschwinden, unter grabsteinen, aus urnen, aus erinnerungen, oder als blatt im wind am baum, welches auf die erde fällt und vergeht, und wenn es eine reise geben sollte, wird dort nichts so sein, wie es hier war, da können sie sich auf den kopf stellen, so meine spontanen gedanken dazu.

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birke
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Beitragvon birke » 24.07.2026, 08:58

ja... danke dir!
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OscarTheFish
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Beitragvon OscarTheFish » 18.08.2026, 09:24

Bäume sind für mich die(!) Allegorie für das Leben schlechthin. Bei Bäumen hinterfragt niemand den "Fellwechsel" in Bezug auf Jahreszeiten. Man sollte nicht in die Falle tappen, sich ausschließlich mit dem Blatt zu identifizieren, das der Baum hervorbringt, um mit Lebensgeschichten beschrieben zu werden. Es sind sichtbare Formwechsel des Bewusstseins.
Zuletzt geändert von OscarTheFish am 20.08.2026, 09:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon birke » 19.08.2026, 09:07

nein, nur "am ende warst du ein blatt", ich denke, das geht hieraus hervor.
ansonsten stimme ich dir zu, ein baum [mensch] [leben] ist sehr viel mehr. :)
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OscarTheFish
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Beitragvon OscarTheFish » 20.08.2026, 09:16

Ein "Ja" und ein "Nein" kann zur Dialektik anregen. Auf Blättern ist mehr gespeichert, als es das Blatt selbst zu vermuten vermag. Die Außen- und Innenbetrachtungen sind radikal unterschiedliche Perspektiven, die in der Zusammenschau ein deutlich umfangreicheres Gesamtbild ermöglichen.
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Beitragvon birke » 20.08.2026, 11:08

ja :) und niemand ist ein "unbeschriebenes blatt", nicht mal ein embryo, es gibt kein unbeschriebenes blatt. und zu guter letzt wird es einfach vom winde verweht ~
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Beitragvon OscarTheFish » 22.08.2026, 13:52

... und zu neuer Muttererde.
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