Wie satt ich es hab, dies
„Träfe ich dich“.
Lieben im Konjunktiv.
Ungefüttert im Alltagsgewand.
Wieviele Zufälle
müssen eintreten,
damit wir einander
vor die Füße fallen?
Dinner for two?
Die Wirklichkeit wäre
ein Lottogewinn.
Glücksspiel
Hallo Leonie,
wieder ein anderer, neuer Ton, den ich bei dir so noch nicht gelesen habe, das ist wirklich spannend bei dir. Hier geht es für mich sehr direkt und benennend zu. Ich glaube mir persönlich fehlt da so ein wenig das Darüberhinaus, ein sich Öffnen, Weiterklingen.
Aber auch hier geht es mir inhaltlich, wie oft bei deinen Texten so, dass ich nicht wirklich hinterherkomme, oder eben eine ganz andere Sicht zu haben scheine, was es mir dann schwer macht es ganz zu fassen, was aber natürlich dann auch interessant ist.
Wenn es sich um ein existierendes LDu handelt, verstehe ich den Anfang nicht, wenn es sich um ein imaginäres handelt, den "Mann, den man erst backen muss" .-) dann verstehe ich das Ende und das Alltagsgewand nicht. Welche Wirklichkeit? Auch an der Anspielung auf das "Dinner for two" rätsele ich noch.
Für sich genommen finde ich den letzten Satz spannend, er könnte auch für sich stehen.
Die Wirklichkeit wäre ein Lottogewinn.
Liebe Grüße
Flora
wieder ein anderer, neuer Ton, den ich bei dir so noch nicht gelesen habe, das ist wirklich spannend bei dir. Hier geht es für mich sehr direkt und benennend zu. Ich glaube mir persönlich fehlt da so ein wenig das Darüberhinaus, ein sich Öffnen, Weiterklingen.
Aber auch hier geht es mir inhaltlich, wie oft bei deinen Texten so, dass ich nicht wirklich hinterherkomme, oder eben eine ganz andere Sicht zu haben scheine, was es mir dann schwer macht es ganz zu fassen, was aber natürlich dann auch interessant ist.
Wenn es sich um ein existierendes LDu handelt, verstehe ich den Anfang nicht, wenn es sich um ein imaginäres handelt, den "Mann, den man erst backen muss" .-) dann verstehe ich das Ende und das Alltagsgewand nicht. Welche Wirklichkeit? Auch an der Anspielung auf das "Dinner for two" rätsele ich noch.
Für sich genommen finde ich den letzten Satz spannend, er könnte auch für sich stehen.
Die Wirklichkeit wäre ein Lottogewinn.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Liebe Flora,
danke für Deine Rückmeldung. Hm, ich möchte einfach nicht erklären, ich merke, dass mich die Antworten selbst zunehmend verwirren.
Spannend, dass Du den letzten Satz jetzt wieder spannend findest, wo Lisa und Max der Lottogewinn ja nicht so zusagte.
Ich habe noch keine bessere Alternative gefunden und bin, wie gesagt, im Moment selber unsicher, wie und was ich ändern will.
Liebe Grüße
leonie
danke für Deine Rückmeldung. Hm, ich möchte einfach nicht erklären, ich merke, dass mich die Antworten selbst zunehmend verwirren.
Spannend, dass Du den letzten Satz jetzt wieder spannend findest, wo Lisa und Max der Lottogewinn ja nicht so zusagte.
Ich habe noch keine bessere Alternative gefunden und bin, wie gesagt, im Moment selber unsicher, wie und was ich ändern will.
Liebe Grüße
leonie
Liebe leonie,
kein der 127 Komm
gelesen, das schaff ich nicht.
Ein fast ärgerlicher, auf jeden Fall gekränkter Tonfall, in dem auch die Angst mitschwingt,
dass diese Liebe so nicht überleben kann.
Find ich sehr stark!
Liebe Grüße
ELsa
kein der 127 Komm
gelesen, das schaff ich nicht.Ein fast ärgerlicher, auf jeden Fall gekränkter Tonfall, in dem auch die Angst mitschwingt,
dass diese Liebe so nicht überleben kann.
Find ich sehr stark!
Liebe Grüße
ELsa
Schreiben ist atmen
Hallo Leonie,
das finde ich schaurig-schön ;)
Gute knappe Botschaft, klare Ansage... spricht (mich) deshalb sofort an.
Scheint eine klare Situation dahinter zu stehen, die anhält, die treibt, die Frustration in Gedicht zu packen - eine Frustration, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat! Wie das halt so ist, wenn man jemanden treffen will, also jemandem tatsächlich BEGEGNEN.
Vielleicht ist der Text nicht ganz stimmig in der Bildwahl - einerseits Konjunktiv als, wenn du so willst, Metapher, andererseits das Glücksspiel als titel- und schlusszeilengebend. Wahrscheinlichkeitsrechnung sozusagen...
Der Zufall - müsste im Konjunktiv stehen, meine ich, anstatt:
hübsches Spiel mit dem Fallen, andererseits: allzu wünschenswert wirkt dieses Ineinander-Stolpern allerdings, genau genommen, nicht, sollte es nach x Zufällen tatsächlich eintreten - könnte schmerzhaft werden... ;)
Die Wirklichkeit wäre mithin kein Lottogewinn, sondern der Lottogewinn ist derjenige äußerst unwahrscheinliche Teil der Wirklichkeit, der voraussichtlich für den so sehr Hoffenden nicht eintreten wird, aber eben im Bereich des MÖglichen (auch: des Wirklichen) liegt.
Vielleicht bräuchte es ein klitzekleines bisschen mehr Präzision bei Worten und Bildern. Mir fehlt etwas die Wortgenauigkeit, die Treffsicherheit in diesem Text.
Die Bedeutungskerne, die ich herauslese sind: satt - hungrig, treffen/begegnen - Unmöglichkeit, Glück(sspiel) - Unwahrscheinlichkeit, hätte-wäre-könnte, Vielleicht müsste man sich auf eines davon mehr konzentrieren, zum Beispiel das satt sein bzw. etwas satt haben bzw. etwas anderes essen wollen, das mir am konsequentesten erscheint (zu beginn, beim ungefütterten Alltgasgewand, und beim dinner for two).
Und am Ende wäre nicht die zufallshungrige, zufallsabhängige Wirklichkeit der Lottogewinn, sondern - die ersehnte Begegnung: möglich, aber unwahrscheinlich, weil man es nicht in der Hand hat (warum, lässt der Text ja wunderbar offen...)
Insgesamt wirkt das Ungeschickte dieses Textes angenehm stimmig - seltsam. Also eigentlich mein unlogischer Rat: Nichts am Text ändern!
:)
Oh, ich kann das so gut nachvollziehen, Leonie...!
Gruß, k
das finde ich schaurig-schön ;)
Gute knappe Botschaft, klare Ansage... spricht (mich) deshalb sofort an.
Scheint eine klare Situation dahinter zu stehen, die anhält, die treibt, die Frustration in Gedicht zu packen - eine Frustration, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat! Wie das halt so ist, wenn man jemanden treffen will, also jemandem tatsächlich BEGEGNEN.
Vielleicht ist der Text nicht ganz stimmig in der Bildwahl - einerseits Konjunktiv als, wenn du so willst, Metapher, andererseits das Glücksspiel als titel- und schlusszeilengebend. Wahrscheinlichkeitsrechnung sozusagen...
Der Zufall - müsste im Konjunktiv stehen, meine ich, anstatt:
Wieviele Zufälle
müssen eintreten
(oder so)Wie viele Zufälle
bräuchte es
damit wir einander
vor die Füße fallen?
hübsches Spiel mit dem Fallen, andererseits: allzu wünschenswert wirkt dieses Ineinander-Stolpern allerdings, genau genommen, nicht, sollte es nach x Zufällen tatsächlich eintreten - könnte schmerzhaft werden... ;)
verstehe ich nicht, macht aber nichts (dahinter steckt wohl die von mir eingangs vermutete Situation)Dinner for two?
Das ist, fürchte ich, etwas unlogisch. Denn di eWirklichkeit - ist und bleibt die Wirklichkeit. Also die uns umgebende Tatsachenzeit mit all ihren Räumen, die u.A. dieses Spiel mit dem, dieses Hoffen auf den Zufall enthält. Gemeint ist wohl. wenn das Gewünschte, gehoffte Wirklichkeit wäre, wäre das so unwahrscheinlich wie ein Lottogewinn - und trotzdem tippt man und glaubt und hofft bis zur nächsten Ziehung, wider besseres Wissen, und obwohl die (Haupt)Gewinn-Unwahrscheinlichkeit an jedem Lotto-Werbeständer angezeigt wird (1 zu xyMillionen oder so, ich weiß nicht mehr).Die Wirklichkeit wäre
ein Lottogewinn.
Die Wirklichkeit wäre mithin kein Lottogewinn, sondern der Lottogewinn ist derjenige äußerst unwahrscheinliche Teil der Wirklichkeit, der voraussichtlich für den so sehr Hoffenden nicht eintreten wird, aber eben im Bereich des MÖglichen (auch: des Wirklichen) liegt.
Vielleicht bräuchte es ein klitzekleines bisschen mehr Präzision bei Worten und Bildern. Mir fehlt etwas die Wortgenauigkeit, die Treffsicherheit in diesem Text.
Die Bedeutungskerne, die ich herauslese sind: satt - hungrig, treffen/begegnen - Unmöglichkeit, Glück(sspiel) - Unwahrscheinlichkeit, hätte-wäre-könnte, Vielleicht müsste man sich auf eines davon mehr konzentrieren, zum Beispiel das satt sein bzw. etwas satt haben bzw. etwas anderes essen wollen, das mir am konsequentesten erscheint (zu beginn, beim ungefütterten Alltgasgewand, und beim dinner for two).
Und am Ende wäre nicht die zufallshungrige, zufallsabhängige Wirklichkeit der Lottogewinn, sondern - die ersehnte Begegnung: möglich, aber unwahrscheinlich, weil man es nicht in der Hand hat (warum, lässt der Text ja wunderbar offen...)
Insgesamt wirkt das Ungeschickte dieses Textes angenehm stimmig - seltsam. Also eigentlich mein unlogischer Rat: Nichts am Text ändern!
:)
Oh, ich kann das so gut nachvollziehen, Leonie...!
Gruß, k
-
Max
Das ist, fürchte ich, etwas unlogisch. Denn di eWirklichkeit - ist und bleibt die Wirklichkeit. Also die uns umgebende Tatsachenzeit mit all ihren Räumen, die u.A. dieses Spiel mit dem, dieses Hoffen auf den Zufall enthält.
Liebe Klara,
das finde ich gerade eine schöne Facette dieses Textes, der ja damit beginnt, dass das lyr. Ich die Konjunktive hasst - und dann die Wirklichkeit in einen Konjunktiv verkehrt

Liebe Grüße
Max
Liebe Klara,
ich glaube, was Du schreibst, spiegelt viel von dem wider, was in der Entstehungsgeschichte durch meinen Kopf ging.
Komisch, ich bin ja selbst durch die Diskussion ins Schwimmen geraten, wo und was ich noch ändern muss. Meistens ändere ich eher schnell, aber hier sind innere Widerstände da, die behaupten, es würde dadurch nicht besser. Deshalb finde ich interessant, dass Du zu dem Ergebnis kommst: nichts ändern.
Das Unlogische ist beabsichtigt, ebenso diese Spiel mit Indikativ und Konjunktiv, es soll verwirrend sein und nicht klar und verständlich. Ich meine, in der dritten Strophe geht beides und ich möchte erstmal bei meiner Version
bleiben, weil das die Verwirrung noch steigert. Denke ich.
Keine Klarheit. Das gehört zum Text.
Danke Dir, und Dir auch, Max!
Liebe Grüße
leonie
ich glaube, was Du schreibst, spiegelt viel von dem wider, was in der Entstehungsgeschichte durch meinen Kopf ging.
Komisch, ich bin ja selbst durch die Diskussion ins Schwimmen geraten, wo und was ich noch ändern muss. Meistens ändere ich eher schnell, aber hier sind innere Widerstände da, die behaupten, es würde dadurch nicht besser. Deshalb finde ich interessant, dass Du zu dem Ergebnis kommst: nichts ändern.
Das Unlogische ist beabsichtigt, ebenso diese Spiel mit Indikativ und Konjunktiv, es soll verwirrend sein und nicht klar und verständlich. Ich meine, in der dritten Strophe geht beides und ich möchte erstmal bei meiner Version
bleiben, weil das die Verwirrung noch steigert. Denke ich.
Keine Klarheit. Das gehört zum Text.
Danke Dir, und Dir auch, Max!
Liebe Grüße
leonie
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