Mein lyrisches Ich und der Holocaust
Verfasst: 28.01.2012, 12:11
zweite Fassung:
Mein lyrisches Ich kann sich die Großmutter nicht aussuchen
Mein lyrisches Ich sieht Photoalben:
In denen fehlen so viele Photographien,
wie in dem eines GI in Vietnam.
Mein lyrisches Ich träumt sich nicht hinein,
Es träumt sich mühsam aus dem Eisen,
aus der Waffenerde heraus
Mein lyrisches Ich,
wenn es keine Furcht zeigen will,
gräbt tief und tiefer
und es sagt nicht:
ich vergebe mir,
weil dem viel vergeben werden soll,
der nachfühlt,
was vor ihm gefühlt wurde.
Mein lyrisches Ich lebt noch selbst,
kauft sich nicht los,
ist kein Ablasszahler.
Meinem lyrischen Ich fehlt alles.
Nicht fehlt ihm die Asche.
Es sagt:
"Asche zu Asche!
Doch die Urnen sind auf immer getrennt."
erste Fassung
Mein lyrisches Ich kann sich die Großmutter nicht aussuchen
Mein lyrisches Ich sieht Photoalben, in denen so viele Photographien fehlen
wie in dem eines GI in Vietnam
Mein lyrisches Ich träumt sich nicht hinein,
Es träumt sich mühsam aus dem Eisen
aus der Waffenerde heraus
Mein lyrisches Ich
wenn es keine Furcht zeigen will
gräbt tief und tiefer
und es sagt nicht:
ich vergebe mir,
weil dem viel vergeben werden soll,
der nachfühlt
was vor ihm gefühlt wurde.
Mein lyrisches Ich lebt noch selbst
kauft sich nicht los
ist kein Ablasszahler.
Meinem lyrischen Ich fehlt das Perlmuttgehäuse
für Asche.
Es sagt:
Asche zu Asche, doch
die Urnen sind auf immer getrennt.
Mein lyrisches Ich kann sich die Großmutter nicht aussuchen
Mein lyrisches Ich sieht Photoalben:
In denen fehlen so viele Photographien,
wie in dem eines GI in Vietnam.
Mein lyrisches Ich träumt sich nicht hinein,
Es träumt sich mühsam aus dem Eisen,
aus der Waffenerde heraus
Mein lyrisches Ich,
wenn es keine Furcht zeigen will,
gräbt tief und tiefer
und es sagt nicht:
ich vergebe mir,
weil dem viel vergeben werden soll,
der nachfühlt,
was vor ihm gefühlt wurde.
Mein lyrisches Ich lebt noch selbst,
kauft sich nicht los,
ist kein Ablasszahler.
Meinem lyrischen Ich fehlt alles.
Nicht fehlt ihm die Asche.
Es sagt:
"Asche zu Asche!
Doch die Urnen sind auf immer getrennt."
erste Fassung
Mein lyrisches Ich kann sich die Großmutter nicht aussuchen
Mein lyrisches Ich sieht Photoalben, in denen so viele Photographien fehlen
wie in dem eines GI in Vietnam
Mein lyrisches Ich träumt sich nicht hinein,
Es träumt sich mühsam aus dem Eisen
aus der Waffenerde heraus
Mein lyrisches Ich
wenn es keine Furcht zeigen will
gräbt tief und tiefer
und es sagt nicht:
ich vergebe mir,
weil dem viel vergeben werden soll,
der nachfühlt
was vor ihm gefühlt wurde.
Mein lyrisches Ich lebt noch selbst
kauft sich nicht los
ist kein Ablasszahler.
Meinem lyrischen Ich fehlt das Perlmuttgehäuse
für Asche.
Es sagt:
Asche zu Asche, doch
die Urnen sind auf immer getrennt.
