.
Teefleck an der Wand
der gestern noch nicht da war
Klinken verbogen
Mach dir keine Sorgen, Kind;
Ich bin immer für dich da.
.
Immer
Hallo Zaunkönig,
das Bedrohliche und Ambivalente, die Unsicherheit in wenigen Worten skizziert. Schön auch der Titel dazu und der Tee.
Ich frage mich nur, ob man Klinken tatsächlich verbiegen kann und wie? Rahmen zersplittert? Türen zersplittert? Klinken hängen schief?
Liebe Grüße
Ylvi
das Bedrohliche und Ambivalente, die Unsicherheit in wenigen Worten skizziert. Schön auch der Titel dazu und der Tee.
Ich frage mich nur, ob man Klinken tatsächlich verbiegen kann und wie? Rahmen zersplittert? Türen zersplittert? Klinken hängen schief?
Liebe Grüße
Ylvi
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Liebe Ylvi,
Es gibt diese Klinke noch, auch wenn die Entstehungsgeschichte eine etwas andere ist.
Du hast natürlich recht, dass nicht die Klinke selbst verbogen ist. Sie ist schief, aber sie hängt nicht, was ja bedeuten würde, dass sie lose ist. Vielmehr scheint der Drückerdorn, der beide Klinken der Tür verbindet, verdreht zu sein.
Vielleicht ist es noch nicht das ideale Bild, aber es gefiel mir besser als zum Beispiel eine eingetretene Tür, weil es eine andere Form der Gewalt darstellt. Es ist nicht groß was kaputt gegangen, aber das Gewitter hat sich ja auch noch nicht entladen können.
Gruß
ZaunköniG
Es gibt diese Klinke noch, auch wenn die Entstehungsgeschichte eine etwas andere ist.
Du hast natürlich recht, dass nicht die Klinke selbst verbogen ist. Sie ist schief, aber sie hängt nicht, was ja bedeuten würde, dass sie lose ist. Vielmehr scheint der Drückerdorn, der beide Klinken der Tür verbindet, verdreht zu sein.
Vielleicht ist es noch nicht das ideale Bild, aber es gefiel mir besser als zum Beispiel eine eingetretene Tür, weil es eine andere Form der Gewalt darstellt. Es ist nicht groß was kaputt gegangen, aber das Gewitter hat sich ja auch noch nicht entladen können.
Gruß
ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck
guter text... beklemmend. wobei für mich das "verbogen" irgendwie auch zu weich klingt in diesem zusammenhang...
"klinken hängen schief" wäre zum einen treffender und zum anderen klänge da noch an "der haussegen hängt schief".
(und die silbenanzahl passte auch noch!)
lg,
birke
"klinken hängen schief" wäre zum einen treffender und zum anderen klänge da noch an "der haussegen hängt schief".
(und die silbenanzahl passte auch noch!)
lg,
birke
Na, dann beuge ich mich mal der Mehrheit.
Der Haussegen hängt schief" ist eine schöne Assoziation.
Wobei ich bei neuerlicher Betrachtung denke, dass zunächst nur eine Klinke in den Blick fällt.
Also:
Teefleck an der Wand
der gestern noch nicht da war,
Die Klinke hängt schief.
Mach dir keine Sorgen, Kind;
Ich bin immer für dich da.
Liebe Grüße
ZaunköniG
Der Haussegen hängt schief" ist eine schöne Assoziation.
Wobei ich bei neuerlicher Betrachtung denke, dass zunächst nur eine Klinke in den Blick fällt.
Also:
Teefleck an der Wand
der gestern noch nicht da war,
Die Klinke hängt schief.
Mach dir keine Sorgen, Kind;
Ich bin immer für dich da.
Liebe Grüße
ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck
ja 

Kommt darauf anZaunkönig hat geschrieben:Wobei ich bei neuerlicher Betrachtung denke, dass zunächst nur eine Klinke in den Blick fällt.

Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Hallo in die Runde,
ich kann dem Text in seine Welt nicht richtig folgen und überlege, was mir an Assoziationen fehlt, da hier so viele gleich mitgehen und Ambivalenz und Drohungen spüren?
Viele Grüße
Lisa
ich kann dem Text in seine Welt nicht richtig folgen und überlege, was mir an Assoziationen fehlt, da hier so viele gleich mitgehen und Ambivalenz und Drohungen spüren?
Viele Grüße
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste