Seite 1 von 1
o. T.
Verfasst: 01.11.2025, 11:24
von Amanita
von draußen grüßt
der Winter mit seinen weißen
verwitterten Zähnen
ich spanne ein Rot auf
damit er sich ärgert
er leckt die Sterne
von unseren Tellern
Verfasst: 01.11.2025, 18:40
von taiga
aber er will doch nur ein wenig ruhe in die welt bringen
(was ihm natürlich nicht gelingt)
Verfasst: 01.11.2025, 20:48
von jondoy
in höheren lagen hat er oberhalb herbstlicher farbenspiele gelände bereits mit weißem zuckerguß verziert,
von draußen grüßt der winter
mit seinen weißen verwitterten zähnen
er hat ein geschenk zurückgelassen,
auf einem foto von heute lacht es mir entgegen,
den ersten schneemann in strahlendem sonnenschein,
zwei weiße ohren hat er gekriegt, eine fichtenzweignase
durch zwei braune steine sieht er dich mit großen augen betreten an,
er weiss nicht mehr, wie er auf die welt gekommen ist,
hach, und einen bauchnabel hat er,
und in seiner rechten hand trägt er eine rute mit braunen blättern dran
als Remisszenz des Übergangs von herbsttönen in schlagende herztöne,
als wenn er um hilfe rufen würde, so verloren sieht er aus
Verfasst: 02.11.2025, 15:03
von Amanita
Danke, freut mich, wenn Ihr Euch inspiriert fühlt.
Verfasst: 29.11.2025, 12:15
von OscarTheFish
"Don't eat yellow snow" fehlt noch. Mich erinnern die Zeilen an die Impression der übergriffigen und schrill übersexualisierten Außenwelt, die es durch Medien schafft, auch die heimelige Vorweihnachtsatmosphäre zu erreichen und auch dort zu wirken, weil die private Feuerwand hochpermeabel erscheint gegen die penetrativen Kräfte des Alltags.