Heute eine Notiz von Beuys in einem Buch gefunden.
Liste seiner Materialien (inspirierend)
Fett
Wachs
Filz
Blei
Jod
Hasenblut
Honig
Blattgold
Bienenwachs
Kupfer
Schwefel
"Ich suchte nach einer Farbe (Braunkreuz) die sich nicht im geringsten als Farbe erfahren ließ, sondern eine Substanz war..."
Beuys
Eichen!
(Das ist ja wohl alles immer noch liebenswert und harmlos im Vergleich zu diesem Psychopathen Herrn Hagens oder wie er heißt - der da Geschlechtsverkehr mit gehäuteten Leuten aufbaut. Das ist krank! Alle scheinen krank zu sein, wenn sie da hinrennen! Aber macht ruhig weiter! Herr Beuys ist ja niedlich....)
(Das ist ja wohl alles immer noch liebenswert und harmlos im Vergleich zu diesem Psychopathen Herrn Hagens oder wie er heißt - der da Geschlechtsverkehr mit gehäuteten Leuten aufbaut. Das ist krank! Alle scheinen krank zu sein, wenn sie da hinrennen! Aber macht ruhig weiter! Herr Beuys ist ja niedlich....)
Um Verwechslungen à la "Hurz" zu vermeiden, sollte jeder Kunstinteressierte für etwelche Erwerbe oder Eigenproduktionen einen Satz KunstDranhänger bereithalten!
Gruß von Zefira (hat immer welche dabei)
Gruß von Zefira (hat immer welche dabei)
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
Mmh. Ich fand gerade die Geschichte mit den Eichen zwar schön durchdacht, aber blöd umgesetzt...
Ich habe zu der Zeit in Kassel gewohnt.
Beuys hatte da eine Aktion, wer für 500 DM (glaube ich, ist lange her) einen Basaltstein kauft, bekommt von ihm eine Eiche, die in ein Register eingetragen wird. (Der Stein wurde dann neben der Eiche aufgestellt) Wird diese Eiche irgendwann gefällt, wird sie ersetzt, neu gepflanzt. Die Idee fand ich gut, die Umsetzung nicht.
Für Beuys war das eine Symbiose des harten, toten Steines und des lebenden, sich entwickelnden Baumes. Fand ich gut, gerade, weil die Bäume ja wieder nachgesetzt werden, wenn sie fallen.
Allerdings:
Sämtliche Basaltsteine (ca 20x20cm im Durchmesser, ca 50-100 cm hoch), es ware, glaube ich, 5000 Stk, kippte Beuys damals auf einen der schönsten Plätze in der Kasseler Innenstadt. Auf die vorher schöne Wiese vor dem Kasseler Fridericianum. Das war relativ schnell eine riesen Sauerei, die Dinger wurden als Müllhalde mißbraucht, angesprayt, etc.
Und auch als die Documenta rum war, blieben die Steine da liegen, denn schnell verkauft haben sie sich nicht.
Wie gesagt, die Idee war klasse...
Ich habe zu der Zeit in Kassel gewohnt.
Beuys hatte da eine Aktion, wer für 500 DM (glaube ich, ist lange her) einen Basaltstein kauft, bekommt von ihm eine Eiche, die in ein Register eingetragen wird. (Der Stein wurde dann neben der Eiche aufgestellt) Wird diese Eiche irgendwann gefällt, wird sie ersetzt, neu gepflanzt. Die Idee fand ich gut, die Umsetzung nicht.
Für Beuys war das eine Symbiose des harten, toten Steines und des lebenden, sich entwickelnden Baumes. Fand ich gut, gerade, weil die Bäume ja wieder nachgesetzt werden, wenn sie fallen.
Allerdings:
Sämtliche Basaltsteine (ca 20x20cm im Durchmesser, ca 50-100 cm hoch), es ware, glaube ich, 5000 Stk, kippte Beuys damals auf einen der schönsten Plätze in der Kasseler Innenstadt. Auf die vorher schöne Wiese vor dem Kasseler Fridericianum. Das war relativ schnell eine riesen Sauerei, die Dinger wurden als Müllhalde mißbraucht, angesprayt, etc.
Und auch als die Documenta rum war, blieben die Steine da liegen, denn schnell verkauft haben sie sich nicht.
Wie gesagt, die Idee war klasse...
macht das "anders sein" kunst aus, liegt darin ein erfolgsrezept? hauptsache anders? wie dieser HA Schulte, der eine tote kuh über berlin aus einem helikopter warf. ist die wahl der materialien bei beuys wie talg und fett und dann damit ein klavier verkleiden wirklich kunst, oder einfach "en vogue"? würde heute jemand, der sich der gleichen mittel bedienen würde wie beuys, an erfolg und berühmtheit von boys anknüpfen können? ich denke: nein.
neu + innovativ = erfolg + "irgendwie anders" = kunst???
beschäftigt mich so gerade.......
neu + innovativ = erfolg + "irgendwie anders" = kunst???
beschäftigt mich so gerade.......
Anders ist lediglich anders als normal. Normal, Norm, genormtes Schaffen generiert normalerweise nicht eine Aufmerksamkeit in gleichem Maße, wie die Andersartigkeit. Gewinnt man also anders Aufmerksamkeit öffnet man sich Türen für Publikum, für Voyeure, für Normalos und andere Andersartige. Hier wird anders schwieriger als normal, da anders sich oft Mitteln wie Provokation, Perversion u.ä. bedient. Die, die das andere Schaffen betrachten, die benötigen nicht nur die andere Form der Materialwahl oder Darstellung, sondern auch eine besonders sensible Reizung ihrer optischen und/oder akustischen Synapsen. Tischt der, der anderes schafft, etwas auf, was zu sehr anders ist, dann ist er (quod erat demonstrandum) dem Risiko anheim gefallen zu overpacen. Er muss also den Mittelweg in seiner Andersartigkeit finden, dass sein abnormes, anderes Schaffen die Balance findet, die sich irgendwo zwischen Innovation und künstlerischem Zugang befindet. Schafft er das, schafft er sich vermeintlich größere Chancen, ein auf breiter Basis als Kunst anerkanntes Produkt zu schaffen. Schafft er es nicht, hat er nicht verstanden, die Andersartigkeit adäquat anzuwenden.
Vielmehr interessant ist es aber, ob der anders Schaffende, einem größeren Abstumpfungseffekt unterliegt, als der klassische Aquarellmaler oder der Öl auf Leinwand Zeichner. Der normale Künstler, der beruhigt mit ewig gleichen, wenig variierenden Mitteln schaffen kann, steht nicht unter dem Druck des Anderen. Das Publikum, das erst einmal an der Droge der anderen Kunst gefallen fand, ist ein Junkie auf harten Drogen, der stetig neue Kicks, immer mehr, braucht. Der normale Künstler hingegen, bedient eine einfache Kokain Szene, die nur mal ein wenig hier und da schnupft.
Fiel mir jetzt so spontan zu Nikos output ein.
Vielmehr interessant ist es aber, ob der anders Schaffende, einem größeren Abstumpfungseffekt unterliegt, als der klassische Aquarellmaler oder der Öl auf Leinwand Zeichner. Der normale Künstler, der beruhigt mit ewig gleichen, wenig variierenden Mitteln schaffen kann, steht nicht unter dem Druck des Anderen. Das Publikum, das erst einmal an der Droge der anderen Kunst gefallen fand, ist ein Junkie auf harten Drogen, der stetig neue Kicks, immer mehr, braucht. Der normale Künstler hingegen, bedient eine einfache Kokain Szene, die nur mal ein wenig hier und da schnupft.
Fiel mir jetzt so spontan zu Nikos output ein.
Anders ist lediglich anders als normal?
Ist das so?
Andreas ist anders als ich, Lisa ist anders als Max, Louisa ist anders als Nicole. Das ist normal.
Jeder Text, Gedicht ist anders wie ein anderer. Auch normal.
Die Kunst von Picasso ist anders als die von Dali, die Kunst von Beuys ist anders wie die wie Rembrandt oder eines Künstlers aus der Antike.
Das ist normal. Oder etwa nicht?
Die Gegenstände, die Beuys verwendet hatte, sind ganz "normale" Gegenstände. Alltagsgegenstände oftmals. Aus diesen Gegenständen etwas zu machen, was nicht ihrer "normalen" Verwendung entspricht, macht sie dann wieder "anders". Dieses Herauslösen aus dem alltäglichen Gebrauch, das Entwickeln eines neuen Gebrauchs, darin besteht wohl die Kunst. Und zwar in meinen Augen "normale" Kunst (die mir zwar meistens nicht gefällt, das ist aber nicht entscheidend). Letzendlich war Beuys auch ein "normaler" Künstler.
Mich irritiert die Verwendung von "normal" und "anders". Es besteht die Gefahr, etwas oder einen Menschen als "anders" im Gegensatz von "normal" zu bezeichnen, diesen dann auszugrenzen. Gar abzuwerten. Mir fällt jetzt noch ein anderer Begriff ein, aber den spare ich mir jetzt.
Oder bei Menschen ihn salopp und pauschal als krank zu bezeichnen, weil dessen Normalität nicht konform geht mit der eigenen Normalität. Die Normalität besteht ja gerade darin, daß der Mensch der neben mir sitzt, anders ist als ich.
Apropos krank.
Louisa, Deine Bemerkungen zu Gunter von Hagen und zu den Menschen, die sich seine Ausstellungen anschauen, halte ich für arg grenzwertig.
Man kann zu Gunter von Hagen und seine plastinierten Körperwelten stehen wie man will, aber ihn als Psychopaten zu bezeichnen, und die Leute, die sich das anschauen, als vermutlich krank zu bezeichnen, geht zu weit.
Ist aber wahrscheinlich auch ein Ausfluß der manchmal unseligen Verwendung von "normal" und anders". Alles was "anders" ist, wird halt manchmal als krank bezeichnet, oder der Schaffer wird als Psychopath eingeordnet.
Das fiel mir jetzt spontan ein.
viele Grüße
Sethe
Ist das so?
Andreas ist anders als ich, Lisa ist anders als Max, Louisa ist anders als Nicole. Das ist normal.
Jeder Text, Gedicht ist anders wie ein anderer. Auch normal.
Die Kunst von Picasso ist anders als die von Dali, die Kunst von Beuys ist anders wie die wie Rembrandt oder eines Künstlers aus der Antike.
Das ist normal. Oder etwa nicht?
Die Gegenstände, die Beuys verwendet hatte, sind ganz "normale" Gegenstände. Alltagsgegenstände oftmals. Aus diesen Gegenständen etwas zu machen, was nicht ihrer "normalen" Verwendung entspricht, macht sie dann wieder "anders". Dieses Herauslösen aus dem alltäglichen Gebrauch, das Entwickeln eines neuen Gebrauchs, darin besteht wohl die Kunst. Und zwar in meinen Augen "normale" Kunst (die mir zwar meistens nicht gefällt, das ist aber nicht entscheidend). Letzendlich war Beuys auch ein "normaler" Künstler.
Mich irritiert die Verwendung von "normal" und "anders". Es besteht die Gefahr, etwas oder einen Menschen als "anders" im Gegensatz von "normal" zu bezeichnen, diesen dann auszugrenzen. Gar abzuwerten. Mir fällt jetzt noch ein anderer Begriff ein, aber den spare ich mir jetzt.
Oder bei Menschen ihn salopp und pauschal als krank zu bezeichnen, weil dessen Normalität nicht konform geht mit der eigenen Normalität. Die Normalität besteht ja gerade darin, daß der Mensch der neben mir sitzt, anders ist als ich.
Apropos krank.
Louisa, Deine Bemerkungen zu Gunter von Hagen und zu den Menschen, die sich seine Ausstellungen anschauen, halte ich für arg grenzwertig.
Man kann zu Gunter von Hagen und seine plastinierten Körperwelten stehen wie man will, aber ihn als Psychopaten zu bezeichnen, und die Leute, die sich das anschauen, als vermutlich krank zu bezeichnen, geht zu weit.
Ist aber wahrscheinlich auch ein Ausfluß der manchmal unseligen Verwendung von "normal" und anders". Alles was "anders" ist, wird halt manchmal als krank bezeichnet, oder der Schaffer wird als Psychopath eingeordnet.
Das fiel mir jetzt spontan ein.
viele Grüße
Sethe
Was ich tu, das tu ich, was ich tat, das wollte ich tun.
(aus: "Ich schließe mich selbst ein" von Joyce Carol Oates)
(aus: "Ich schließe mich selbst ein" von Joyce Carol Oates)
Da haben wir uns mit den Begrifflichkeiten "anders" und "normal" ganz schön was eingebrockt. Vielleicht hätte ich nicht so vehement auf den Niko'schen Zug aufspringen sollen, sondern für "anders" evtl. etwas setzen wie ungewohnt, extravagant, außergewöhnlich. Für "normal" gilt vermutlich ähnliches, da "normal" einfach zu wenig differenziert ist.
So ist deine Ausführung im ersten Teil, Sethe, sicherlich korrekt. Ja, es ist normal, dass auch wir beide anders sind, aber im Grunde ist es nicht nur normal, sondern selbstverständlich, natürlich. Ebenso sind Unterschiede an bei Picasso und Dali, normal bis selbstverständlich, weil sie eben anders(artig) malten.
Irgendwie fühle ich mich gerade unwohl, weil wir uns auf einem schmalen Grat der Wortklauberei befinden. Vielleicht müssen wir auch einfach nur bessere Adjektive schaffen bzw. heranziehen und uns nicht "normal" und "anders" bedienen. Niko hat uns da verführt.
Bei näherem Hinsehen sind "normal" und "anders" genau in der gleichen Kategorie Adjektive zu finden, wie hübsch, nett, süß, toll etc.
Any ideas?
So ist deine Ausführung im ersten Teil, Sethe, sicherlich korrekt. Ja, es ist normal, dass auch wir beide anders sind, aber im Grunde ist es nicht nur normal, sondern selbstverständlich, natürlich. Ebenso sind Unterschiede an bei Picasso und Dali, normal bis selbstverständlich, weil sie eben anders(artig) malten.
Irgendwie fühle ich mich gerade unwohl, weil wir uns auf einem schmalen Grat der Wortklauberei befinden. Vielleicht müssen wir auch einfach nur bessere Adjektive schaffen bzw. heranziehen und uns nicht "normal" und "anders" bedienen. Niko hat uns da verführt.
Bei näherem Hinsehen sind "normal" und "anders" genau in der gleichen Kategorie Adjektive zu finden, wie hübsch, nett, süß, toll etc.
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