Und mein Herz riss am Wind

Der Publicus ist die Präsentationsplattform des Salons. Hier können Texte eingestellt werden, bei denen es den Autoren nicht um Textarbeit geht. Entsprechend sind hier besonders Kommentare und Diskussionen erwünscht, die über bloßes Lob oder reine Ablehnungsbekundung hinausgehen. Das Schildern von Leseeindrücken, Aufzeigen von Interpretationsansätzen, kurz Kommentare mit Rezensionscharakter verleihen dem Publicus erst seinen Gehalt
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Sofia
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Beitragvon Sofia » 13.03.2022, 13:50

Und mein Herz riss am Wind
verfing sich wirr im Geäst
und hinterließ dort eine Frage
die Knospen trug

den Himmel in Antwort stürzte

Doch letztlich sich verbarg in nächtlicher Gestalt
dass meine Form in Wandlung geriet
und somit nie verriet
die Blüte

die sich zeigte

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 13.03.2022, 17:56

Schöne, monumentale Bilder, finde ich; aber auch bescheiden, weil da feine, kleine Dinge drin sind. Ich mag diese Art von Groß-Klein-Dynamik.

Die Zeile "Doch letztlich sich verbarg in nächtlicher Gestalt" werden garantiert einige kritisieren wegen der Inversion. Klar klingt diese Inversion schäkspierös. Aber: Warum soll das nicht so klingen dürfen? (Rhetorische Frage.) Das ist nun mal das gewählte Genre.


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