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border_line

Verfasst: 15.08.2012, 21:37
von Anonymus
verhungern muss der geht
an deiner hand
wachsen schattenträume
vom brot selbst krumen, vorenthalten
machen den weg unmöglich
an deiner hand zu gehen
für denjenigen der liebt
umso mehr

Verfasst: 16.08.2012, 18:24
von Amanita
Hallo Anonymus!

Deine Gedanken(bilder) finde ich sehr spannend, ich habe nur ein bisschen Probleme mit der Satzstellung. Oder auch mit den Zeilen - z. B. würde ich vielleicht die vorletzte und letzte Zeile tauschen.

Verfasst: 16.08.2012, 18:51
von birke
tja, mit borderlinern ist zuweilen nicht gut kirschen essen … oder nicht mal brot. ;)

sehr gut sehe ich hier eine der vielen facetten verwortet, aus der perspektive des liebenden, ausgegangen vom wortursprung (borderline – grenze), im bild der wege, spannend, ich finds gelungen!

dieses spricht mich besonders an, vor allem in zusammenhang mit den exzellenten zeilenumbrüchen zu anfang:

an deiner hand
wachsen schattenträume


wobei mir insgesamt ein wenig die /meiner erfahrung nach so charakteristische/ ambivalenz fehlt. „zuckerbrot & peitsche“ fällt mir dazu ein.

und die letzte zeile ist aus meiner sicht eigentlich sogar überflüssig, denn für jemanden, der nicht liebt, ist der weg naja, allenfalls unwegsam, aber schon gangbar, meine ich, weil man sich besser "abgrenzen" kann. wobei sich dann wiederum die frage stellt, ob jemand, der nicht liebt, überhaupt "an der hand" geht.
die letzten beiden zeilen zu tauschen, wäre für mich auch denkbar.

lg,
diana