Lieber Carl,
deine Texte sind immer etwas Besonderes hier auf dem Forum. Dieses Gedicht bleibt hinter dem zurück, was ich sonst von dir gelesen habe. Während ich das schreibe, frage ich mich bereits, ob ich nicht doch an einem wesentlichen Punkt vorbei gelesen habe.
Du schreibst selbst am Schluss an Flora, dass dieser Text für dich (und vermutlich auch für die angesprochene Person) wesentlich mehr bedeute, als für den Leser, der die emotionelle Charge nicht wahrnehmen kann.
Unser Ziel wäre jedoch, gerade vom Subjektiven auf eine Allgemein spürbare Erlebenesebene zu gelangen. Es mag nun sein, dass von der Dichte und Komplexität der Beziehung wenig für den Leser offenkundig wird.
Verstecken ist aktiviert
Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.
Dennoch gefällt mir dieser einfache, uneitle Anfang sehr.
Verstecken ist aktiviert
Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.
Im obigen Gedichtteil (den ich besionders gelungen finde) entwickelt sich aus den interpunktionslosen Aneinanderreihung der Wörter eine Dringlichkeit und Intensität, die dem INhaltlichen gut entspricht.
Verstecken ist aktiviert
Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.
Hier entwickelst du eine Fortführung der Eingangsszene, die Dasein und Gegenwart ausleuchten. Was ich im ersten Teil gut mitlesen und mitfühlen kann, geht mir hier zu sehr in die Richtung Kopfgedicht. (Ich mag solche "Kopfgeburten" sehr, sie verlangen aber mMn eine deutlichere Durchführung.
Ich weiß jetzt nicht genau, wie ich zwei unterschiedliche EIndrücke unter einen Hut bringen soll: EInmal glaube ich, dass am Formalen Aspekt noch gearbeitet werden könnte, um die beiden Haupgedanken knapper und dichter zu gestalten. Zum andern ist deine Sprache, deine dichterische Sprechweise sehr eingängig und könnte so stehenbleiben, Das Weiterarbeiten hätte nur zum Ziel, das Konzept der "abwesenden Gegenwart" noch einmal in Worte zu fassen.
So wie es hier steht, macht es auf mich den Eindruck, eine kleine Moralisierung zu beinhalten, die zwischen zwei Polen hin und her argumentiert.
Das Schöne, das Häßliche, das Subjektive, das Objektive, --- das sind mMn sehr tiefgründige Themen, die einen besonderen dichterischen EInsatz verlangen ----
Es war sehr interessant, diesem Gedicht zu folgen. Bitte nimm mir die kritische Betrachtung nicht übel, das Gedicht hat mir sehr gut gefallen, es gab mir lediglich den Anlass meine / deine dichterische Vorgehensweise zu analysieren.
Formal hat mir deine Rhythmussetzung sehr gut gefallen ....
liebe Grüße
Renée