Aphorismus: Angepasst?
aram schrieb:
Ich finde Gerdas Satz besser, gerade, weil das "lebt" und "Leben" darin vorkommt.
Und wenn es quasi eine "Antwort" auf Tucholsky ist, umso besser, zumal
Tucholskys:
Besser ein Anzug nach Maß als eine Gesinnung von der Stange
m.E. eine engere Intention hat. In Gerdas sehe ich eine weitgreifendere Aussage.
Saludos
Magic
Mancher trägt seinen Maßanzug, als habe er das Leben von der Stange.
Ich finde Gerdas Satz besser, gerade, weil das "lebt" und "Leben" darin vorkommt.
Und wenn es quasi eine "Antwort" auf Tucholsky ist, umso besser, zumal
Tucholskys:
Besser ein Anzug nach Maß als eine Gesinnung von der Stange
m.E. eine engere Intention hat. In Gerdas sehe ich eine weitgreifendere Aussage.
Saludos
Magic
Magic hat geschrieben:Ich finde Gerdas Satz besser, gerade, weil das "lebt" und "Leben" darin vorkommt.
hallo magic,
die begründung verstehe ich nicht - bitte erläutern!
- auch ich finde tucholskys aussage spezieller / anlassbezogener als gerdas.
abendnachtgrüße
aram
there is a crack in everything, that's how the light gets in
l. cohen
l. cohen
hallo magic
aha, verstehe - für mich ist es anders - abgesehen vom 'dick aufgetragenen' des "lebt im maßanzug" steht dies noch im ersten teil der gegenüberstellung, vor dem "als habe er" - dadurch wird's unlogisch, denn hätte er "sein leben nicht von der stange gekauft" würde er ja auch nicht im maßanzug "leben" - der vergleich wird so zur tautologie.
gut nacht - und bei bedarf ... (5 minuten glaub ich nicht... du schläfst nach 2 .-)
aram
aha, verstehe - für mich ist es anders - abgesehen vom 'dick aufgetragenen' des "lebt im maßanzug" steht dies noch im ersten teil der gegenüberstellung, vor dem "als habe er" - dadurch wird's unlogisch, denn hätte er "sein leben nicht von der stange gekauft" würde er ja auch nicht im maßanzug "leben" - der vergleich wird so zur tautologie.
gut nacht - und bei bedarf ... (5 minuten glaub ich nicht... du schläfst nach 2 .-)
aram
there is a crack in everything, that's how the light gets in
l. cohen
l. cohen
Hallo
Ich schrieb:
Und ich sehe das "trotz" nicht.
und du, Aram:
das versteh ich nicht, klara
Ich meinte, dass ich den Gegensatz zwischen Maßanzug und angepasstem Leben nicht zwingend finde. Und der war ja die Voraussetzung für das Funktionieren von Gerdas Spruch. Einen Maßanzug tragen diejenigen, die es sich leisten können und wollen und/oder beruflich müssen. Um genügend zu gelten.
Aber nicht dass jetzt hier Missverständnisse aufkommen: Männer in Anzügen können sehr anziehend wirken - und je besser der Anzug sitzt, desto mehr ,-)
Auch gegen wohlhabend-aber-sexy würde ich mich nicht unbedingt wehren - nicht mal gegen reich-aber-sexy. Aber Hauptsache sexy ,-)
LG
Klara
Ich schrieb:
Und ich sehe das "trotz" nicht.
und du, Aram:
das versteh ich nicht, klara
Ich meinte, dass ich den Gegensatz zwischen Maßanzug und angepasstem Leben nicht zwingend finde. Und der war ja die Voraussetzung für das Funktionieren von Gerdas Spruch. Einen Maßanzug tragen diejenigen, die es sich leisten können und wollen und/oder beruflich müssen. Um genügend zu gelten.
Aber nicht dass jetzt hier Missverständnisse aufkommen: Männer in Anzügen können sehr anziehend wirken - und je besser der Anzug sitzt, desto mehr ,-)
Auch gegen wohlhabend-aber-sexy würde ich mich nicht unbedingt wehren - nicht mal gegen reich-aber-sexy. Aber Hauptsache sexy ,-)
LG
Klara
Ich meinte, dass ich den Gegensatz zwischen Maßanzug und angepasstem Leben nicht zwingend finde. Und der war ja die Voraussetzung für das Funktionieren von Gerdas Spruch.
Entschuldigung, ich hab mich jetzt nicht durch alle Kommentare gelesen, vielleicht verstehe ich etwas nicht richtig.
Aber heißt es in Gerdas Spruch nicht "Mancher ..."?
Genau das besagt doch, dass es nicht alle tun, folglich kann der Gegensatz nicht zwingend sein.
lG
Zefira, die Maßanzüge an sich durchaus mag
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
Liebe Magic, lieber Nifl, lieber aram, liebe Klara, liebe Zefira,
für die vielen Gedanken, die mein Satz angestoßen hat, bzw. die ihr euch gemacht habt, danke ich euch allen ganz herzlich.
Ich werde versuchen, so gut ich kann, darauf einzugehen, obgleich manches schon innerhalb eurer Diskussion richtig gestellt wurde.
Zum Tucholsky Zitat: Nein ich kannte es nicht, und kann infolgedessen nicht für mich beanspruchen, so etwas wie eine Antwort darauf geschrieben zu haben.
Es geschieht häufiger insbesondere bei derart kurzen Sätzen, lieber Nifl, dass man den Eindruck hat, ihn schon gehört zu haben.
Allein, danach kann ich nun nicht jedes Mal das Netz absuchen, ob irgend wann, irgend jemand schon einmal Ähnliches/ oder gar Gleiches geäußert hat. Auch ist es glaube ich sehr verführerisch, nicht genau zu lesen, was hier z. b. Gerda noname im Vergleich zum großen Kurt schreibt oder meint...
Als ich den Einwand las, dachte ich mir sofort, dass es in einem politischen Kontext stehen müsse, was aram dann belegt hat, vielen Dank.
aram hat sich dann auch auf "meiner" Ebene hineinbegeben.
In der Tat sehe ich, dass mein Aphorismus in eine andere Richtung zielt und umfassender ist, deswegen nicht besser sein muss.
Allerdings ist gerade, dieses Leben/lebt, für die Kernaussage wichtig, lieberr aram, was Gabriellea auch dazu angemerkt hat.
Dazu habe ich mir im Vorfeld folgendes überlegt:
Was ist denn, oder besser, was verstehe ich unter einem Leben von der Stange?
Was verstehen andere darunter?
Jeder wird so seine persönlichen Gedanken und vielleicht Erfahrungen einbringen.
Ich könnte jetzt Beispiele geben, Marlene hat eins genannt, z. B. das Verhalten hinter dem Steuer auf dem Weg zur Arbeit, das passt gut.
Allgemeiner ausgedrückt kann man aber sagen, dass es sich um Menschen handelt, die so leben, als wäre ihre Lebenszeit nicht kostbar und begrenzt, sondern, als könne man sich immer wieder ein neues Leben kaufen. Zu einem solchem Verhalten werden wir durch viele käufliche Dinge verleitet, das ist klar. Nicht alle, auch das ist klar und gut so.
Spätestens jetzt müsste auch deutlich werden, dass mein Satz nur die Begriffe des "Maßanzugs" und dem " ...von der Stange" als Gemeinsamkeit mit dem Tucholsky Zitat aufweist.
Liebe Klara, du scheinst den Spruch an meiner Intention, die jetzt hoffentlich klar herüber kommt, vorbei zu lesen, du interpretierst auch Dinge hinein, die nicht herzuleiten sind.
Denn es geht nicht darum auszuschließen, dass Menschen in Maßanzügen z. B. maßvoll oder bewusst leben... Ich denke es muss reichen wenn ich schreibe "Manche", wie auch Zefi - vielen Dank - bereits angemerkt hat.
Der Satz funktioniert eben anders nicht auf einer Pauschalierung beruhend sondern, ich glaube aram war es , der schrieb, er sei differenziert.
Wenn ich jetzt etwas übersehen haben sollte, bitte ich mich erneut anzustubsen.
Liebe Sonntagsgrüße
Gerda
für die vielen Gedanken, die mein Satz angestoßen hat, bzw. die ihr euch gemacht habt, danke ich euch allen ganz herzlich.
Ich werde versuchen, so gut ich kann, darauf einzugehen, obgleich manches schon innerhalb eurer Diskussion richtig gestellt wurde.
Zum Tucholsky Zitat: Nein ich kannte es nicht, und kann infolgedessen nicht für mich beanspruchen, so etwas wie eine Antwort darauf geschrieben zu haben.
Es geschieht häufiger insbesondere bei derart kurzen Sätzen, lieber Nifl, dass man den Eindruck hat, ihn schon gehört zu haben.
Allein, danach kann ich nun nicht jedes Mal das Netz absuchen, ob irgend wann, irgend jemand schon einmal Ähnliches/ oder gar Gleiches geäußert hat. Auch ist es glaube ich sehr verführerisch, nicht genau zu lesen, was hier z. b. Gerda noname im Vergleich zum großen Kurt schreibt oder meint...
Als ich den Einwand las, dachte ich mir sofort, dass es in einem politischen Kontext stehen müsse, was aram dann belegt hat, vielen Dank.
aram hat sich dann auch auf "meiner" Ebene hineinbegeben.
In der Tat sehe ich, dass mein Aphorismus in eine andere Richtung zielt und umfassender ist, deswegen nicht besser sein muss.
Allerdings ist gerade, dieses Leben/lebt, für die Kernaussage wichtig, lieberr aram, was Gabriellea auch dazu angemerkt hat.
Dazu habe ich mir im Vorfeld folgendes überlegt:
Was ist denn, oder besser, was verstehe ich unter einem Leben von der Stange?
Was verstehen andere darunter?
Jeder wird so seine persönlichen Gedanken und vielleicht Erfahrungen einbringen.
Ich könnte jetzt Beispiele geben, Marlene hat eins genannt, z. B. das Verhalten hinter dem Steuer auf dem Weg zur Arbeit, das passt gut.
Allgemeiner ausgedrückt kann man aber sagen, dass es sich um Menschen handelt, die so leben, als wäre ihre Lebenszeit nicht kostbar und begrenzt, sondern, als könne man sich immer wieder ein neues Leben kaufen. Zu einem solchem Verhalten werden wir durch viele käufliche Dinge verleitet, das ist klar. Nicht alle, auch das ist klar und gut so.
Spätestens jetzt müsste auch deutlich werden, dass mein Satz nur die Begriffe des "Maßanzugs" und dem " ...von der Stange" als Gemeinsamkeit mit dem Tucholsky Zitat aufweist.
Liebe Klara, du scheinst den Spruch an meiner Intention, die jetzt hoffentlich klar herüber kommt, vorbei zu lesen, du interpretierst auch Dinge hinein, die nicht herzuleiten sind.
Denn es geht nicht darum auszuschließen, dass Menschen in Maßanzügen z. B. maßvoll oder bewusst leben... Ich denke es muss reichen wenn ich schreibe "Manche", wie auch Zefi - vielen Dank - bereits angemerkt hat.
Der Satz funktioniert eben anders nicht auf einer Pauschalierung beruhend sondern, ich glaube aram war es , der schrieb, er sei differenziert.
Wenn ich jetzt etwas übersehen haben sollte, bitte ich mich erneut anzustubsen.
Liebe Sonntagsgrüße
Gerda
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 15 Gäste