Mag jemand ein Susan-Cataldo-Gedicht mit übersetzen?

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Klara
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Beitragvon Klara » 14.06.2019, 17:27

Poem for the Family
by
Susan Cataldo

Before I went to sleep, the soft lamplights
from the tenements across the street,
still, in the night, resembled peace.
There is something I forgot to be grateful
for. But I’m not uneasy. This poem
is enough gratitude for the day. That leaf
tapping against the window, enough
music for the night. My love’s even
breathing, a lullaby for me.
Gentle is the sun’s touch
as it brushes the earth’s revolutions.
Fragrant is the moon in February’s
sky. Stars look down & witness,
never judge. The City moves
beneath me, out of sight.
O let this poem be a planet
or a haven. Heaven for a poet
homeward bound. Rest my son’s head
upon sweet dreams & contentment.
Let me turn out the light to rest.
Zuletzt geändert von Klara am 15.06.2019, 11:19, insgesamt 2-mal geändert.

Quoth
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Beitragvon Quoth » 14.06.2019, 19:51

Ich mache gern mit, aber nur, wenn Du uns eine Frist setzt - von vielleicht einer Woche.
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

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birke
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Beitragvon birke » 14.06.2019, 20:13

quoth, meinst du eine frist, ab der man frühestens posten darf?
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

https://versspruenge.wordpress.com/

Quoth
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Beitragvon Quoth » 14.06.2019, 20:27

Ja, weil sonst der Reiz der Vergleichbarkeit verloren geht. Pjotr macht bestimmt auch mit, und er ist superschnell, und wenn er gepostet hat, kann man gar nicht anders, als sich von seiner Übersetzung beeinflussen lassen.
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 14.06.2019, 20:53

:cool:

Also, bis nächsten Freitag ...

Quoth
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Beitragvon Quoth » 14.06.2019, 22:33

Wenn Klara damit einverstanden ist! Vielleicht braucht sie die Übersetzung schon in drei Tagen ...
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

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birke
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Beitragvon birke » 14.06.2019, 22:53

schönes gedicht... aber warum "montagsgedicht"?
(wenn ich die zeit finde, bin ich auch dabei mit einer übersetzung)
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

https://versspruenge.wordpress.com/

Klara
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Beitragvon Klara » 15.06.2019, 11:01

einverstanden - bis Freitag :-)

("Montagsgedicht" ist, denke ich, nur die Rubrik des Online-Portals - habe ich in der Überschrift geändert.)

Herzlich
Klara

Quoth
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Beitragvon Quoth » 21.06.2019, 14:17

Susan Cataldo
Familiengedicht

Als ich schlafen ging, schien das Lampenlicht
aus den Wohnungen auf der anderen Straßenseite
so ruhig und friedlich in die Nacht.
Da ist etwas, wofür ich dankbar zu sein vergaß,
aber ich fühle mich gut. Dies Gedicht
ist genug Dankbarkeit für heute, der Zweig,
der gegen das Fenster schlägt, genug
Musik für die Nacht. Mein Liebling
atmet ein Schlaflied für mich.
Sanft streichelt die Sonne
all den Aufruhr auf Erden.
Der Mond duftet am Februar-
himmel. Sterne blicken herab & bezeugen,
richten aber nicht. Unsichtbar bewegt
sich unter mir die Stadt.
O lass dies Gedicht Planet sein
oder Zuflucht, Himmelreich fürs Heimweh
eines Dichters. Lass meines Sohnes Kopf
auf süßen Träumen & Zufriedenheit ruhn.
Lass mich das Licht löschen für die Nacht.
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

Klara
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Beitragvon Klara » 21.06.2019, 16:23

Gedicht für die Familie

Bevor ich schlafen ging, ähnelten sie noch dem Frieden: die weichen Lichter
der Häuser gegenüber.
Da ist etwas, für das ich vergaß, dankbar
zu sein. Aber ich bin nicht unruhig. Dieses Gedicht
ist genug Dankbarkeit für den Tag. Jenes Blatt
das ans Fenster klopft: genug
Musik für die Nacht. Meine Liebe atmet
sogar: ein Schlaflied für mich.
Zärtlich ist der Sonne Berührung
Wie sie den Umlauf der Erde streicht
Duftend ist der Mond im Februar-
Himmel. Sterne schauen herab und sind Zeugen
nie Richter. Die Stadt rührt sich
unter mir, außer Sicht
O lass dieses Gedicht einen Planeten sein
oder einen Himmel. Himmel für einen Dichter
auf der Heimfahrt. Lass den Kopf meines Sohnes
auf süßen Träumen und Behaglichkeit ruhen.
Lass mich das Licht löschen zum Schlafen.

Klara
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Beitragvon Klara » 21.06.2019, 16:24

Interessant, wie du manches liest, Quoth. DAss das Lampenlicht in die nacht schien zum Beispiel (schön doppeldeutig).
"Brush" finde ich schwierig, denke an Bürsten oder Fegen, nichts Streichelndes (da fehlt mir wohl der muttersprachliche Background).

Herzlich
Klara

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 21.06.2019, 17:32

Gedicht für die Familie
von
Susan Cataldo

Bevor ich schlafen ging, malten die warmen Lichter
aus den Mietshäusern der anderen Straßenseite,
still, Frieden in die Nacht.
Da ist etwas, wofür ich zu danken
vergaß. Aber mir ist nicht bange. Dieses Gedicht
ist Dankbarkeit genug für heute. Das Laub,
das an das Fenster tippt, genug Musik für die Nacht. Mein Liebster
haucht sogar, ein Schlaflied für mich.
*
Die Streichelhand der Sonne
fegt die drehende Erde.
Wohl duftet der Mond in der Februar
-luft. Sterne schauen herab, sind Zeugen,
niemals Richter. Die Stadt schleicht
unter mir, aus meinen Augen.
O lass dieses Gedicht einen Planeten sein
oder einen Hafen. Himmel für einen Poeten
auf dem Heimweg. Bette das Haupt meines Sohnes
in Traumzucker & Behaglichkeit.
Lass mich das Licht ausmachen und ruhen.


* Vielleicht besser so: "Meines Liebsten stetes Atmen, ein Wiegenlied für mich."
Zuletzt geändert von Pjotr am 22.06.2019, 05:02, insgesamt 1-mal geändert.

Quoth
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Beitragvon Quoth » 21.06.2019, 22:17

Ja, Kernfrage: Sind "revolutions" die Erddrehungen oder Revolutionen - ich habe Aufruhr geschrieben. Das erste passt für die abendliche Stunde: Die Erde dreht sich ja aus dem sie "fegenden" (Pjotr), "streichenden" (Klara) Sonnenlicht heraus. Doppeldeutigkeit? Wann wurde das Gedicht geschrieben? Kommt es darauf an? Gruß Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

flyy
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Beitragvon flyy » 22.06.2019, 00:33

Hey, entschuldigt bitte mein spontanes Einmischen,
bin gerade beim Querlesen auf diesen Threat gestoßen.

Überhöht ihr nicht diese Zeilen?

My love’s even
breathing, a lullaby for me.


Will sie hier nicht einfach nur sagen, dass allein das
(regelmäßige) Atmen ihres Liebsten für sie (wie ein)
Schlaflied ist?


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