tief über uns zieht ein gedicht

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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birke
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Beitragvon birke » 28.01.2020, 17:36

.

und von zeit zu zeit
berühren sich worte
an der schwelle zur nacht
zieht sturm auf
wir fallen ineinander
und finden uns wieder
am boden
eines traums

.
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

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Nifl
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Beitragvon Nifl » 02.02.2020, 16:16

Wieder so ein originaler sinnlich erotischer Birketext, sehr schön.
Für mich passt alles ins Bild, nur "zieht sturm auf" assoziiere ich mit nahendem Ärger, würde da eher eine Wendung mit "stürmisch" suchen.

Grüße
Nifl
"Das bin ich. Ich bin Polygonum Polymorphum" (Wolfgang Oehme)

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birke
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Beitragvon birke » 03.02.2020, 10:19

vielen, vielen dank, lieber nifl.
ja, nahende turbulenzen, durchaus, aber, spielt nicht schon der titel auch darauf an, tief zieht ein gedicht, braut sich da nicht schon was zusammen? oder zumindest möglicherweise, als eine lesart.. und können die beiden nicht gerade dem vielleicht auch durch das ineinanderfallen – gemeinsam also - trotzen? hm… ich glaube, ein „stürmisch“ wäre mir hier etwas zu …tja, wie, zu eindeutig, dort, wo es mehrdeutig sein kann? :)
lg, birke
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