an einen dichter

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Benutzeravatar
birke
Beiträge: 4057
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 14.06.2020, 19:26

.

erste sommergewitter
in meinem kopf
blitzen worte
regen neigt sich
fließt in die finger
und wärme breitet sich
aus metaphern
wenn ich mir auf dich
einen reim dich
te

.
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

https://versspruenge.wordpress.com/

jondoy
Beiträge: 1401
Registriert: 28.02.2008

Beitragvon jondoy » 21.06.2020, 20:39

an diesem Text gefällt mir vor allem dessen Beginn.....erste sommergewitter in meinem kopf.....blitzen worte....regen neigt sich....fließt in die finger....und wärme breitet sich aus....

ich finde diese Wortmetaphern schwungvoll, temperamentvoll, hinreißend....ich weiss noch, die flora hat hier im blauen salon mal vor vielen, vielleicht zehn oder mehr jahren, einen lyrischen Text reingestellt, könnte nachsehen, den text habe ich mir aufgehoben, der war von seinen Bildern her ganz ähnlich und doch ganz anders, genauso hinreißend, für mich.

am Ende des Textes spricht das lyrische Ich von einem Du, den es einen Dichter nennt. Das lyrische Ich nimmt sich hier einfach die Freiheit, auf ihn, der doch einer reinen Fiktion entspringt, einen Reim zu dichten.

Benutzeravatar
birke
Beiträge: 4057
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 23.06.2020, 10:30

danke sehr fürs "hinreißend" :)
... der text würde mich nun schon interessieren... immer spannend, wie vielleicht ähnliche bilder ganz unterschiedlich kombiniert, gemalt, gefärbt, konnotiert werden.
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

https://versspruenge.wordpress.com/

jondoy
Beiträge: 1401
Registriert: 28.02.2008

Beitragvon jondoy » 23.06.2020, 14:14

Verstecken ist aktiviert
Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.

Benutzeravatar
birke
Beiträge: 4057
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 23.06.2020, 16:21

Verstecken ist aktiviert
Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

https://versspruenge.wordpress.com/

carl
Beiträge: 847
Registriert: 31.03.2006
Geschlecht:

Beitragvon carl » 01.07.2020, 07:13

Mir gefallen die Bilder auch sehr!
Ein wenig stört mich das Wort „Metaphern“.
Zum einen, weil es selbst keine Metapher ist und den Text so auf eine weitere Ebene hebt: die Reflexion über den Text.
Zum andern, weil ich zwar lesen kann: „Wärme breitet sich aus Metaphern (aus)...“, aber „Wärme breitet sich aus, wenn ich mir auf dich einen Reim dichte“ doch vielleicht eher den Anlass für das innere Sommergewitter spiegelt?
Diesen Bezug blockt das Wort Metaphern etwas...

Liebe Grüße, Carl

Benutzeravatar
birke
Beiträge: 4057
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 01.07.2020, 14:57

hm, interessanter einwand/ spannende lesart – aber für mich sind die metaphern hier im gegenteil die verbindung zwischen dem inneren sommergewitter (metapher!) und dem dichter-zudichten …?
danke dir, carl, und liebe grüße auch!
birke
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

https://versspruenge.wordpress.com/


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste