WORT DER WOCHE ~ Welle ~

Hier ist Raum für Fortsetzungsgeschichten, das Wort der Woche, interne Schreibwettbewerbe und alle anderen literarischen Projekte, bei denen mehrere Saloner zusammenarbeiten
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birke
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Beitragvon birke » 17.07.2020, 15:21

WORT DER WOCHE

- jede Woche ein neues Wort als Musenkuss -
Lyrik, Prosa, Polyphones, Spontanes, Fragmente, Schnipsel, Lockeres, Assoziatives, Experimentelles
- alles zu diesem Wort - keine Kommentare - alles in einem Faden - 7 Tage Zeit -


~ Welle ~
tu etwas mond an das, was du schreibst. (jules renard)

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jondoy
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Beitragvon jondoy » 19.07.2020, 22:21

Irgendwo auf diesem Planeten gibt es ein land, in dem der begriff welle völlig bedeutungslos ist.
Über dieses Land leuchtet zwar ebenso der Stern des Südens, dennoch ist in diesem so manches Gebaren von Menschen nicht mehr präsent.
In ihm leben Menschen, die nach der Vorhersagen von medizinischen Kapazitäten längst schon tot sein müssten, warum auch immer, aber, vielleicht wegen der liebevollen Pflege von Angehörigen, die ihnen nicht nur Medizin, der empfohlenen Menge Schmerzmitteln, auch Liebe einflösen, immer noch lebten, allen Vorhersagen zum Trotz, auch wenn jede Nacht für manche Bewohner dieses Landes eine Odysee ist, eine Achterbahn, in denen Schmerzmittel, wie berechnet, wirken manchmal auch nicht. Die Bewohner dieses Landes sind alle augenrandgeschwängert, deswegen kennen sie keine Pässe, weil jede Nacht unvorhersehbar ist, Stunden von Schmerz folgen Stunden der Ruhe, das kühle Wasser eines Sees gibt manchen Bewohnern am nächsten Tag Kraft, sich von der Nacht zu erholen, deshalb messen diese den Pyramiden keinerlei Bedeutung mehr bei, blöde Initationsriuale schwerreicher sich gottgleich Sehender, die baumeister beehrten, aber doch viele menschen in die sklaverei schickten und mit füßen traten, um sich dadurch zu erhöhen, die einäugige nofretete in berlin weiss genau, wovon deren bewohner sprechen, sie weiss, ohne gewalt wären pyramiden gar nicht denkbar, sie lächelt über den einfältigen Glauben der Geschichtsschreibung,

jondoy
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Beitragvon jondoy » 19.07.2020, 23:07

Irgendwo auf diesem Planeten Erde gibt es ein land, in dem begriffe wie welle nahezu bedeutungslos sind. Deren Bewohner verbinden mit diesem allenfalls eine bestimmte Art von auf und ab.
Über dieses Land leuchtet zwar ebenso der Stern des Südens, dennoch ist in diesem so manches Gebaren von Menschen bedeutungslos geworden.
In diesem Land leben Menschen, die nach der Vorhersagen von medizinischen Kapazitäten längst schon tot sein müssten, die aber, warum auch immer, aber, vielleicht wegen der liebevollen Pflege von Angehörigen, die ihnen nicht nur Medizin, der von diesen empfohlenen Menge Schmerzmitteln, auch Liebe einflösen, immer noch leben, allen medizinischen Vorhersagen zum Trotz, auch wenn jede Nacht für manche Bewohner dieses Landes eine Odysee ist, eine Achternbahnfahrt, das nicht bewohnt ist von starken Männern, die nur winseln würden, in denen Schmerzmittel, wie berechnet, manchmal wirken, manchmal auch nicht. Die Bewohner dieses Landes sind zu erkennen am augenrandgeschwängert, sie anerkennen keine Pässe mehr, kein Mensch ist illegal, jede Nacht in diesem Land ist unvorhersehbar, Stunden voller Schmerz folgen Stunden der Ruhe, kühles Wasser gibt manchen seiner Bewohner am nächsten Tag Kraft, sich von der Nacht zu erholen, deshalb messen dessen Bewohner beispielsweise den weltberühmten Pyramiden keinerlei Bedeutung mehr bei, blöde Initationsriuale schwerreicher sich gottgleich Sehender, die zwar ihre Baumeister beehrten, viele andere Menschen aber in die Sklaverei schickten und diese mit Füßen traten, um sich dadurch zu erhöhen, Die einäugige Nofretete in Berlin weiss sehr genau, wovon die Bewohner deses Landes sprechen, sie lächelt über den einfältigen Glauben der Geschichtsschreibung, vor allem darüber, dass sie ausgerechnet Baumeister einer Unterwelt gewesen sind, die sie erfunden haben. Warum auch am Glauben rütteln, dass die Erde eine Scheibe sei, vom Nil durchzogen, wenn ein Volk, wenn man ihm in die Flanken steigt, so gut parriert.


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