Lyrischer Dialog

Hier ist Raum für gemeinsame unkommentierte Textfolgen
Nifl
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Beitragvon Nifl » 11.08.2006, 17:59

Liebe Schreibfanatiker,

ich möchte hier in diesem vitalen Forum einen "lyrischen Dialog" beginnen. Lyrische Dialoge sind kooperatives Schreiben, Gedichte, die (auf-)einander aufbauen. Das können inhaltliche Bezüge sein, oder es werden Worte des "Vorschreibers" aufgegriffen, oder man übernimmt einfach nur die Stimmung.
Hierdurch entstehen unkommentierte Gedichtfolgen. Die Form bleibt dem Autoren überlassen (zB. ob gereimt oder ungereimt ...)
Würde mich über rege Beteiligung freuen!

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Zuletzt geändert von Nifl am 30.08.2006, 19:10, insgesamt 2-mal geändert.

Klara
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Beitragvon Klara » 13.08.2019, 07:22

SMS-verkehr

wieder unwiderstehlich
es
brummen und zusammenzucken dazu ani di franco
als wäre ich
eine platte mit sprung as bad as i am i'm proud oft he fact that i’m worse than i seem
ich lösche all das geschriebene und all das gelesene doch
der mit dem verband an der hand sendet unversieglich in die nähe
weit weg
ich weiß nicht
wie ledig du bist schreibe ich er verspricht
zu erklären er sei
von der kategorie offen und ehrlich
haha jaja
man wird sehen
ich glaube an nichts
als an körper und gott und nicht mal das
glaube ich mir
du hast recht
gibt er zu aber wow das hat eine große
wucht mit uns
das war anders geplant!
schreib' ich nicht
ich wollte nur eine nacht
deshalb ging ich
in diese bar vor drei tagen
die alt sind wie jahre ich seh' dich seit ewigkeiten
mit nicken und leisfeinem lächeln und gruß ohne namen
auf straßen und plätzen
als wärst du ein teil meiner stadt
meistens hast du
eine frau dabei nie hätt' ich gewagt
und dann standest du plötzlich wie ein vers der sich auf meinen reimt
mit deinem verband neben mir und hast mich erkannt und mir fiel wieder ein
ich hatte sogar einen kleinen gedanken
an dich verschwendet bevor ich mich traute
die bar zu betreten (nach mindestens 15 minuten soll-ich-soll-ich-nicht vor der tür in vager verabredung mit einem freund) als gäbe es eine möglichkeit
der begegung und du warst einfach da wie für immer und wichst nicht ich warte hast du mir gesagt bis du kommst aber du bist verheiratet fragte ich und du zeigtest mir deine nackte hand und schütteltest sachte den kopf und ich musste den freund der sich zu mir gesellt hatte fortschicken sanft
gab er nach und du hast mich geküsst mann und das war ein leuchten das stiehlt mir bis heute den schlaf mann drei jahrlange tage danach
mein leben war weit und so offen wie nie
und du hast deinen arm und die hand mit verband
mir gereicht und wir haben getanzt als wären wir nichts
als ein paar und ich lachte so laut und du wolltest so sehr und du hast alles wunderbar richtig gemacht - und jetzt

verrate ich mit jeder zeile
meinen plan mit jeder zelle
geht's mir schlimm und hell und traurigfröhlichwach

denn der mit dem verband an der hand
bleibt in mir jetzt
in meinem kopf an der haut auf den lippen hat mir in die seele
die hässliche hoffnung gesteckt wie die zerfetzte fahne der staatenlosen die zappelt im wind
mit den alten fragen why me why this now why this way und

ich zittere bei jedem wort
das er noch nicht sagt


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