ROSE

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 15.07.2009, 09:42

Link vorerst gelöscht.





Rottmeister Seladons
Rosenmontags – Sektfrühstück
rotierst sensibel
robuste Seduktionsmaschine

Rosshaarmatratzen-Senkblei
rostfreier Sehnsüchte
rollst selbst rohe Sentenzen
rokokogleich

seetauglicher Rosenkreuzer
segelnder Rosmarin-Sextant
Rohmaterial seidiger Roben
sendest royal Sexappeal

rockst sensationelle Rondos
segnest Rotlichviertel
selbstzündender Rosinen-Semaphor

Romeo sentimentaler Romanzen
sei Roxannas seraphische Roman-Sequenz
Zuletzt geändert von fenestra am 25.09.2009, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.

Max

Beitragvon Max » 16.08.2009, 13:06

Liebe Fenestra,

gan großartig .. der Text bekommt durch Deinen Vortrag eine weitere Dimension .. sehr gerne (mehrfach) gehört.

Liebe Grüße
Max

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 16.08.2009, 19:01

Hallo carl, hallo Max,

nun bin ich aber hin und weg von eurem tollen Feedback!

Okay, ich habs morgens aufgesprochen, noch im Nachthemd, vielleicht hat das zu der Wirkung beigetragen ... ;)

Carl, die intensivsten Affairen hat Frau über 30 ... auch die ohne Worte.

Viele Sonntagsgrüße von
fenestra

Mucki
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Beitragvon Mucki » 16.08.2009, 19:49

fenestra hat geschrieben:Okay, ich habs morgens aufgesprochen, noch im Nachthemd, vielleicht hat das zu der Wirkung beigetragen ... ;)

:totlach:

aber bei den intensivsten Affairen hast du wohl eher kein Nachthemd getragen, oder? :pfeifen: :mrgreen: :tiere0053:

Lachende Grüße
Mucki

carl
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Beitragvon carl » 18.08.2009, 09:43

hallo fenestra!

einen sinn oder inhalt kann ich diesem gedicht nicht abgewinnen (vielleicht hilft mir ja jemand auf die sprünge?!).
aber das muss ja nicht sein!
der für mich unwiderstehliche reiz des gedichts liegt in den (gesprochenen) vokalen ... den von dir gesprochenen vokalen... und dem sinn, den du den wörtern beim sprechen unterschiebst!
wenn du glaubst, das läge auch an deinem aufzug, versuche es doch mal ohne nachthemd!

lg, carl

ps.: die schönsten affairen hat man/frau über 40! also: das beste liegt noch vor dir...

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 18.08.2009, 21:37

sinn, den du den wörtern beim sprechen unterschiebst


Diesen "Sinn" hatte ich eigentlich schon bei der Auswahl und der Anordnung der Wörter unterlegt. Ich staune, dass es meiner Stimme bedarf, um ihn bloßzulegen. Aber es ist gut, zu wissen, dass sich experimentelle Lyrik durch Vortrag eher vermitteln lässt.


@Gabriella: Ich erzähl dir das mal unter 4 Augen, beim irgendeinem Salontreffen ... ;)

jondoy
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Beitragvon jondoy » 28.08.2009, 07:48

fenestra hat geschrieben:Hallo, jondoy, schön, dich hier zu treffen! :)

Dass dir meine Vertonung so zugesagt hat, freut mich natürlich sehr, danke für deine netten Worte! Was die Performance betrifft: Ich habe mal auf einer Lyrik-Veranstaltung in Mainz so etwas ähnliches gesehen, wie du es beschreibst: Eine (übrigens sehr junge) Lyrikerin trug Worte vor wie im Traum, sie hatte sogar Flügel umgebunden. Dazu wurden schöne Videosequenzen projiziert, ich erinnere mich z.B. an ein zartes, weil farbverändertes Gewusel pickender Tauben. Und es erklang Musik. Es war allerdings ein Team von drei Leuten, einer war für die Filmchen, einer für die Musik zuständig. Es hat mir sehr gut gefallen.

Ich selbst arbeite auch an kleinen Videosequenzen für einige meiner Texte, allerdings mit Powerpoint-Animation und ich weiß nicht, wie ich sowas ins Internet stellen könnte. Es ist viel technisches Know-How für solche Experimente nötig und das fehlt mir noch. Um eine ganze Performance zusammenzustellen, brauchts sicher Jahre - oder eben ein Team von Leuten, die sich auskennen.

Jedenfalls herzlichen Dank für die Ermutigung!

Viele Grüße
fenestra



Guten Morgen fenestra,

an dieser Stelle endlich herzlichen Dank für deine Zeilen (und diesen besonderen Willkommensgruß, den ich gar nicht erwartet hätte).

Gern geschehen. Auf jeden Fall.
Und ich hoffe, in Zukunft mehr.

Ich freu mich darüber, dass du hier bist.

Aus lang wurde kurz. So ist das Leben. Genauer die Zeitinterfalle.
Einen Rest dazu (davon) gibts vielleicht noch per pin, oder später hier, ich weiss noch nicht, um die Worte wäre es schade.

Gruß,
Stefan

jondoy
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Beitragvon jondoy » 31.08.2009, 22:04

Hallo fenestra,

nachdem ich neulich anstelle eines vorgesehenen längeren Kommentars nach dem Abposten festgestellt hab, dass er futsch ist, verlorengegangen, beschränke ich mich jetzt auf ein paar wenige Punkte.

Was Performance betrifft.
Meine Idee kam natürlich nicht so aus der Luft heraus.
Ich hab mir solche Per forman siss schon mehrmals angesehen, obgleich die Gelegenheiten dazu auf dem Land mit der Stecknadel zu suchen sind, es spielen sich auf dem Land in den letzten Jahrzehnten erstaunliche Dinge ab, die Entwicklung beobachte ich schon seit langem, es kommt alles zu uns, das manifestiert sich in vielen kleinen Dingen, ich mag solche Performances sehr,

Die, die ich bisher gesehen habe, kamen gar nicht aus der Ecke „Lyrik/Literatur“, sondern aus der Ecke Kunst mit Sprache, versetzt mit Bewegung und Poesie,
Letztes Jahr beispielsweise war eine Japanerin in Es muss weichter werden. Bei ihrem Auftritt hing über ihr ein großes Spinnennetz aus Wollfäden, daran waren vielleicht hundert oder mehr kleine Transistorradios aufgehängt, sie performtanzte und erzählte zwischendrin Worte, dann war es auf einmal ganz still, so richtig traumstill und dunkel, dann knipste sie stumm, eins nach den anderen, die kleinen Transistorradios an, wie kleine Lämpchen, die Atmosphäre schmeckte nach frischem Rhabarberkuchen im Winter und aus allen Transistorradios erklang die selbe Melodie, nüchtern lautete der Befund hinterher einfach nur der gleiche Sender, aber es klang wie Poesie aus einem Mund voll Transistorradios.
Videokunst ist in diesen Performances ja oft auch mit dabei.

Fenestra, deine Lesung ist in meinen Augen Kunst. Subjektive Sichtweise, ich weiss, ich bin überzeugt davon.

Eliten sind die Porsches unserer Zeit. Keiner kann mir vernünftig erklären, warum die Erde Porsche braucht. Wenn eine Regierung für die ganze Erde zuständig wäre, würde sie dann zulassen, wie Firmenkartelle den Großteil der Menschen in bestimmten Regionen des Landes aus- und unsere Erde an die Wand spielt? Wir sind Sprachtiere, hab ich mal gelesen, nein gehört, fällt mir gerade wieder ein.

Hier im Blauen Salon gabs bisher einmal eine Videosequenz zu sehen.
Ein kleiner Film. Eine Gemeinschaftsarbeit. Der hat mir gefallen. Das war auch Kunst.

Soll ichs nochmal erzählen?
Hab ich in einer Zeitung gelesen. „Liebesduett über der Kloschüssel“.
Ich hab mir das gleich lebhaft vorgestellt.

Sie hängen beide über der Kloschüssel. Jeden der beiden geht es sauschlecht, doch in den Momenten, in deinen einer von ihnen kurz hochsieht und den anderen wieder vor sich entdeckt, vergisst er jedes Mal für einen Moment wieder, dass es ihm schlecht geht, und er fühlt sich....., er kriegt glänzende Augen.
„Und wie war dein Tag?“ Woaahhh...

Tags darauf. Neue Szene.

„Sind Sie bereit, ein Leben lang Nüchternheit zu bewahren und sie zu achten und ihrem Anspruch treu zu sein, bis der Tod Sie von ihrem Verstand scheidet?
Dann antworten Sie mit: Ja!

Das junge Paar sitzt in Badeanzügen weit unter der Wasseroberfläche, das Luftanhalten klappt schon prima.

Man sieht Gedankenblubber....Ich kann mir ja im Leben nicht vorstellen, wie ich das durchhalten soll. Doch. Ich will ; - ).

Das soll jetzt irgendwie bloß heißen, danke.

Gruß,
Stefan

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 02.09.2009, 16:58

Lieber Stefan,

Kunst ist immer eine Behauptung. Aber die Szenen, die du schilderst, haben eine eigenartige Faszination, ich kann alles gut vor mir sehen. Manchmal habe ich Lust, meinen Beruf an den Nagel zu hängen und mich nur noch mit Kunst zu beschäftigen. Aber wer finanziert sie mir dann ... ;)

Danke für deine freundlichen Worte. Übrigens ist mein nächstes Hörprojekt auf dem Weg - diesmal sogar mit .... na, lass dich überraschen!

Liebe Grüße
fenestra


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